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Das Hindenburg Omen und das Omaha Titanic Syndrom treffen aufeinander – kommt nun der nächste Crash?

Gastautor: Achim Mautz
02.12.2019, 16:19  |  617   |   |   

Können Indikatoren einen Crash voraussagen?

Kein Crash ohne Hindenburg Omen und Omaha Titanic Syndrom

Immer wieder sind Anleger und Trader auf der Suche nach dem heiligen Gral. Mitunter werden langfristig auch gerne nach Indikatoren und Indikationen gesucht, welche einen vermeintlich bevorstehenden Crash vorhersagen. Heute beschäftigen wir uns mit dem ominösen Hindenburg Omen und dem Omaha Titanic Syndrom, denn beide Indikatoren warnen aktuell vor einem bevorstehenden Crash des Aktienmarktes. Was ist das nun wieder und warum sollte ich es in meinem Trading beachten?Aber erst einmal der Reihe nach. Sehen wir uns zuerst an, was sich hinter diesen „katastrophalen“ Namen eigentlich verbirgt

Hindenburg Omen (HO) – ein technisches Warnsignal

Anleger, die auf der Suche nach einem zuverlässigen technischen Indikator sind, der das Ende eines Aufwärtstrends vorhersagen könnte, kommen am Hindenburg Omen nicht vorbei. Es handelt sich um einen Marktbreitenindikator, den der blinde Mathematiker James Miekka 1995 veröffentlichte.

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Miekka, der Erfinder des Omens, bemerkte einen Zustand an den Aktienmärkten, der nicht häufig vorkommt. Eine hohe Zahl an Aktien markieren neue Hochs, gleichzeitig aber generieren viele Aktien aber auch neue Tiefpunkte. Dieses seltene Ungleichgewicht benannte Miekka nach dem Luftschiff „Hindenburg“ das 1937 abstürzte. Unter dessen Außenhaut entzündete sich Wasserstoff und ließ die Hindenburg bei der Landung in Flammen aufgehen.

Einfach ausgedrückt wird die Anzahl der 52-Wochenhochs mit den 52-Wochentiefs verglichen. In einem Bullenmarkt sehen wir viele neue Höchststände, aber wenig neue Tiefststände. Das Omen soll das Ende eines Aufwärtstrends anzeigen um rechtzeitig vor einer Abwärtsbewegung zu warnen. Unter normalen Bedingungen erreichen die meisten Aktien neue 52-Wochenhochs oder 52-Wochentiefs. Wenn aber beides zur gleichen Zeit auftritt, warnt das Hindenburg Omen davor, dass am Markt Unentschlossenheit herrscht und sich dieser wahrscheinlich an einem Wendepunkt befindet.

Folgende Kriterien beachtete James Miekka zur Omen Bestimmung:

  1. neue Hochs und Tiefs
  2. ein aktuell positiver Trend

Das Hindenburg Omen wird bestätigt, wenn der McClellen-Oszillator negativ ist. Es bleibt unbestätigt bzw. wird aufgehoben, wenn der McClellen-Oszillator positiv ist oder wird. Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, bleibt das Hindenburg Omen 30 Handelstage lang aktiv. Miekka hat nach der Generierung eines gültigen Signals vorgeschlagen, den Markt für 30 Handelstage zu verlassen.

Aktien wie hier Waste Management (WM), deren gleitende Durchschnitte lange Zeit parallel laufen, zeigen, dass sie wenig zu Überraschungen neigen. Insofern sind Moving Averages gut zur Vorauswahl von Aktien und Indizes geeignet. Swingtrader könnten hier Abstoßwegungen vom 20er-EMA zum Einstieg nutzen. Ein Stopp Loss bei einem Tageschlusskurs beim 50er-EMA hätte hier das Risiko eines Kurssturzes aufgefangen. Im vorliegenden Fall hätte das fünf Monate lang funktioniert.

Zur Logik des Indikators – die vier unterschiedlichen Markt-Szenarien

Die Aktienmärkte laufen bereits längere Zeit nach oben. Der Bullenmarkt ist bereits weit fortgeschritten, aber viele Aktien markieren fast täglich neue 52-Wochenhochs. Technologie- und Biotechwerte steigen, während Nebenwerte bereits weniger neue 52-Wochenhochs generieren. Andere Anlageklassen fallen und die enthaltenen Aktien markieren auf neuen Jahrestiefs.

Die täglich neuen 52-Wochenhochs finden viel Beachtung, während meist eher unbeachtet, die tägliche Anzahl der neuen Jahrestiefs ebenfalls ansteigt. Wichtige Indizes befinden sich immer noch oberhalb der gleitenden Durchschnitte wie dem EMA 50. Die Schwäche zeigt sich darin, dass bereits mehr Aktien fallen als steigen. In diesem Umfeld [...weiter]

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