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Wird sich die Elektroautobatterie wirklich nie durchsetzen? - Seite 2

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
03.12.2019, 09:17  |  222   |   |   

Nichtsdestotrotz habe ich mir die Tage Gedanken gemacht und überlegt, wo Elektroautos wirklich sinnvoll sein könnten, und vor allem ob das Problem Reichweite so schlimm ist, wie es manch ein Elektroautogegner behauptet. Ich würde sagen, dass es auf dem Markt für Elektroautos bereits Wagen mit Reichweiten zwischen 250 bis 560 Kilometer gibt, je nach Modell und Ausführung.

Gehen wir davon aus, dass wir einen Elektrowagen haben, mit dem man vollgeladen eine Reichweite von 500 Kilometern erzielen kann. Mit so einer Reichweite sollten alle Fahrer, die den Wagen vorwiegend in Großstädten nutzen, durchaus klarkommen. Auch Pendler, die von außerhalb in eine Stadt fahren, sagen wir mal circa 50 Kilometer, haben mit dieser Reichweite keine Probleme und können ihren Wagen sowohl zu Hause als auch (idealerweise) beim Büro aufladen.

Für längere Strecken, beispielsweise eine Urlaubsfahrt nach Österreich oder Italien, können die Tankstellen verwendet werden. Eine grundlegende Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass die Tankstellendichte eklatant zunimmt und die Ladegeschwindigkeit sich wesentlich verbessert – kein Mensch möchte eine Stunde warten, bis das Auto wieder vollgeladen ist.

Powerbanks für Autos?

Hierzu hatte ich letztens, als ich mein iPhone in der Hand gehalten habe, eine interessante Idee (mir ist bewusst, dass diese Überlegungen nicht gänzlich neu sind): Mein iPhone beinhaltet auch einen Lithium-Ionen-Akku, der mittlerweile seit zwei Jahren in Dauerbetrieb ist. Ja, wenn ich in der Früh aufstehe und 100 % Akkulaufzeit habe, ist diese bereits um 18 Uhr auf etwa 45 % geschrumpft – nicht gerade toll, vor allem nicht, wenn ich spontan wieder außer Haus muss und somit keine Gelegenheit zum Aufladen (sinnbildlich die Tankstelle für das Elektroauto) habe.

Schrumpft meine Akkulaufzeit immer weiter und erreicht bedrohliche Bereiche zwischen 10 und 20 % (mal ehrlich, hier fängt doch jeder iPhone-Besitzer zu schwitzen an!), greife ich zu meiner Powerbank und lade mein iPhone unterwegs auf – Problem gelöst, bis die nächste Gelegenheit zum Aufladen (Tankstelle) kommt.

Natürlich können wir für das Elektroauto keine riesige Ersatzbatterie mitschleppen und kurzerhand anstecken, wenn die Reichweite nachlässt. Was ich damit sagen möchte, ist: Wie wäre es denn, wenn man während der Fahrt, vollkommen ohne Tankstelle, einen Teil der Energie wieder herstellen könnte? Etwa mit einer hybriden Lösung, indem man beispielsweise mit Erdgas Energie erzeugt und die Batterie wieder auflädt. Oder durch Rückkoppelung durch Bremsvorgänge, Nutzung der Wärme, die bei Drehung der Reifen entsteht, oder sogar mit Solarpaneelen auf dem Autodach.

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