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OTS Verband der Chemischen Industrie (VCI) / Jahresbilanz 2019 der ...

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
03.12.2019, 12:10  |  53   |   |   

Jahresbilanz 2019 der chemisch-pharmazeutischen Industrie / Schwache Chemiekonjunktur in schwierigem Umfeld
Frankfurt/Main (ots) -

- Produktion -7,5 Prozent, Umsatz -5,0 Prozent gegenüber Vorjahr - Beschäftigung gestiegen auf 464.800 Mitarbeiter (+0,5 Prozent) - Prognose 2020: Produktion +0,5 Prozent, Umsatz +0,5 Prozent - Branche will Zukunft durch Innovation, Digitalisierung und Nachhaltigkeit sichern
- Politische Weichenstellungen können Investitionen entfesseln

2019 war ein schwieriges Jahr für die chemisch-pharmazeutische Industrie. Der Umsatz in Deutschlands drittgrößter Branche verringerte sich um 5 Prozent auf 193 Milliarden Euro, berichtet der Verband der Chemischen Industrie (VCI).

Unter dem weltweiten Abschwung der Konjunktur und den Handelsstreitigkeiten zwischen China und den USA litt das Auslandsgeschäft der Branche in Übersee und Europa. Gleichzeitig sank im Inland die Nachfrage nach chemischen Erzeugnissen von den Industriekunden. Dadurch ging die Produktion insgesamt um 7,5 Prozent zurück. Dieser Wert ist stark von einem statistischen Sondereffekt in der Pharmasparte (-16,5 Prozent) geprägt. Chemie ohne Pharma verbuchte ein Produktionsminus von 2,5 Prozent. Bis auf konsumnahe Produkte wie Wasch- und Körperpflegemittel (+1,0 Prozent) sowie anorganische Grundchemikalien (+1,0 Prozent) weisen alle übrigen Sparten 2019 einen Mengenrückgang aus.

Trotz der schwachen Chemiekonjunktur erhöhte sich die Zahl der Mitarbeiter noch leicht (+0,5 Prozent) auf 464.800 Personen. Das ist der höchste Beschäftigungsstand seit 2001, so der VCI. Exakt 50.000 Arbeitsplätze sind in der Branche in den letzten 9 Jahren zusätzlich entstanden.

Prognose 2020: "Zurzeit erwarten unsere Unternehmen auch für die kommenden Monate keine Verbesserung ihrer Geschäfte. Die geringe wirtschaftliche Dynamik wird sich noch weit ins kommende Jahr ziehen. Auch von den Auslandsmärkten dürften keine starken Impulse für eine Trendwende der Chemiekonjunktur kommen", sagte VCI-Präsident Hans Van Bylen. Für 2020 geht der VCI daher in der chemisch-pharmazeutischen Industrie nur von einer leichten Zunahme der Produktion von 0,5 Prozent aus, die vom erwarteten Wachstum in der Pharmasparte (+2,0 Prozent) getragen wird. Bei stagnierenden Preisen sollte der Gesamtumsatz der Branche um 0,5 Prozent auf rund 194 Milliarden Euro steigen.

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