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OTS Verband der Chemischen Industrie (VCI) / Jahresbilanz 2019 der ... - Seite 2

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
03.12.2019, 12:10  |  122   |   |   

Zukunftsfähigkeit sichern: was die Branche dafür unternimmt

Um sich gegen konjunkturelle Schwankungen oder widrige politische Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel Handelskonflikte, zu wappnen und ihre Zukunft am Standort Deutschland zu sichern, will die Branche ihre Anstrengungen bei Innovationsfähigkeit, Digitalisierung und Nachhaltigkeit verstärken, betonte VCI-Präsident Van Bylen. Mit derzeit 12 Milliarden Euro im Jahr zählt die Branche bei den Forschungsaufwendungen bereits zum nationalen wie globalen Spitzenfeld. Und die Ausgaben sollen weiter steigen: Der VCI geht davon aus, dass die reale Zunahme für Investitionen in FuE im langfristigen Durchschnitt bei 2,5 Prozent pro Jahr liegen wird. Die Branche wird sich zudem in Zukunft noch intensiver mit den Anforderungen der Kunden auseinandersetzen und die Zusammenarbeit vertiefen müssen, um für sie individuelle Lösungen für nachhaltigere Produkte zu entwickeln.

Dafür setzt die Branche auch auf die Digitalisierung. Van Bylen: "Die Digitalisierung bietet großes Potenzial für unsere Industrie." Die Auswertung von Big Data und der Einsatz von künstlicher Intelligenz erhöhen die Chancen für das Auffinden von Stoffen mit neuen oder besseren Eigenschaften um ein Vielfaches. Um dieses Potenzial der Digitalisierung erschließen zu können, braucht es qualifizierte Mitarbeiter für die Forschung und die Produktion. Ein wichtiger Teil der digitalen Qualifizierung findet in den Unternehmen statt. Als eine der ersten Branchen in Deutschland hat die Chemie im letzten Jahr eine Wahlqualifikation "Digitalisierung und vernetzte Produktion" für den Ausbildungsberuf Chemikant/in eingeführt.

"Unsere Branche treibt zur Sicherung ihrer Zukunftsfähigkeit die Nachhaltigkeit von Produktion und Produkten konsequent voran. Wir bekennen uns ausdrücklich zum Klimaschutz und handeln entsprechend", betonte der VCI-Präsident. Seit 1990 hat die Chemie ihre Treibhausgasemissionen nahezu halbiert. Sie stellt sich jetzt der Herausforderung, Treibhausgasneutralität bis 2050 zu erreichen. Eine aktuelle Studie belegt, dass es für die deutsche Chemie technologisch möglich ist, bis 2050 treibhausgasneutral zu produzieren. 45 Milliarden Euro müssen die Unternehmen dafür in eine neue Generation von Anlagen investieren. Zudem benötigen die Unternehmen enorme Mengen Strom aus erneuerbaren Energien zu einem deutlich günstigeren Preis als heute, damit die Transformation der Verfahren gelingt.

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