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Jahresbilanz 2019 der chemisch-pharmazeutischen Industrie / Schwache Chemiekonjunktur in schwierigem Umfeld

Nachrichtenagentur: news aktuell
03.12.2019, 14:20  |  26   |   |   
Frankfurt/Main (ots) -

- Produktion -7,5 Prozent, Umsatz -5,0 Prozent gegenüber Vorjahr
- Beschäftigung gestiegen auf 464.800 Mitarbeiter (+0,5 Prozent)
- Prognose 2020: Produktion +0,5 Prozent, Umsatz +0,5 Prozent
- Branche will Zukunft durch Innovation, Digitalisierung und
Nachhaltigkeit sichern
- Politische Weichenstellungen können Investitionen entfesseln

2019 war ein schwieriges Jahr für die chemisch-pharmazeutische Industrie. Der
Umsatz in Deutschlands drittgrößter Branche verringerte sich um 5 Prozent auf
193 Milliarden Euro, berichtet der Verband der Chemischen Industrie (VCI).

Unter dem weltweiten Abschwung der Konjunktur und den Handelsstreitigkeiten
zwischen China und den USA litt das Auslandsgeschäft der Branche in Übersee und
Europa. Gleichzeitig sank im Inland die Nachfrage nach chemischen Erzeugnissen
von den Industriekunden. Dadurch ging die Produktion insgesamt um 7,5 Prozent
zurück. Dieser Wert ist stark von einem statistischen Sondereffekt in der
Pharmasparte (-16,5 Prozent) geprägt. Chemie ohne Pharma verbuchte ein
Produktionsminus von 2,5 Prozent. Bis auf konsumnahe Produkte wie Wasch- und
Körperpflegemittel (+1,0 Prozent) sowie anorganische Grundchemikalien (+1,0
Prozent) weisen alle übrigen Sparten 2019 einen Mengenrückgang aus.

Trotz der schwachen Chemiekonjunktur erhöhte sich die Zahl der Mitarbeiter noch
leicht (+0,5 Prozent) auf 464.800 Personen. Das ist der höchste
Beschäftigungsstand seit 2001, so der VCI. Exakt 50.000 Arbeitsplätze sind in
der Branche in den letzten 9 Jahren zusätzlich entstanden.

Prognose 2020: "Zurzeit erwarten unsere Unternehmen auch für die kommenden
Monate keine Verbesserung ihrer Geschäfte. Die geringe wirtschaftliche Dynamik
wird sich noch weit ins kommende Jahr ziehen. Auch von den Auslandsmärkten
dürften keine starken Impulse für eine Trendwende der Chemiekonjunktur kommen",
sagte VCI-Präsident Hans Van Bylen. Für 2020 geht der VCI daher in der
chemisch-pharmazeutischen Industrie nur von einer leichten Zunahme der
Produktion von 0,5 Prozent aus, die vom erwarteten Wachstum in der Pharmasparte
(+2,0 Prozent) getragen wird. Bei stagnierenden Preisen sollte der Gesamtumsatz
der Branche um 0,5 Prozent auf rund 194 Milliarden Euro steigen.

Zukunftsfähigkeit sichern: was die Branche dafür unternimmt

Um sich gegen konjunkturelle Schwankungen oder widrige politische
Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel Handelskonflikte, zu wappnen und ihre
Zukunft am Standort Deutschland zu sichern, will die Branche ihre Anstrengungen
bei Innovationsfähigkeit, Digitalisierung und Nachhaltigkeit verstärken, betonte
VCI-Präsident Van Bylen. Mit derzeit 12 Milliarden Euro im Jahr zählt die
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