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Rohölinvestoren wechseln auf die Long-Seite - CoT-Report

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Nachrichtenquelle: Shareribs
03.12.2019, 14:38  |  574   |   
Washington 03.12.2019 - Die Finanzinvestoren haben ihre Netto-Longpositionen auf US-Rohstoffe zuletzt wieder ausgeweitet. Dabei war vor allem bei US-Rohöl ein deutlicher Anstieg der Netto-Longs zu verzeichnen.

Wie die Commodity Futures Trading Commission am Freitag mitteilte, haben die spekulativen Finanzinvestoren ihre Netto-Longpositionen auf zwölf in den USA gehandelte Rohstoffe, in der Woche bis zum 26. Juni, um 33,8 Prozent auf 181.106 Kontrakte gesteigert. Die Netto-Longs auf US-Rohöl kletterten kräftig, während bei Gold ein leichter Rückgang der Netto-Longs verzeichnet wurde.

Die Netto-Longpositionen auf Gold wurden um neun Prozent auf 205.634 Kontrakte reduziert. Das gelbe Metall hat im Zuge der starken Erholung an den Aktienmärkten an Attraktivität verloren. Zwar bestehen die Konjunktursorgen weiter und die Situation im Handelsstreit bleibt festgefahren. Dennoch zeigten sich die Aktienmärkte davon bislang unbeeindruckt, in den USA wurden zuletzt neue Rekordhochs markiert, so dass nicht-rentierende Anlageklassen an Attraktivität verloren. Insgesamt bleibt der Goldpreis aber auf einem hohen Niveau.

Die Zahl der Netto-Longpositionen auf Silber wurde derweil um 20 Prozent auf 48.899 Kontrakte ausgeweitet, die Netto-Longs auf Platin stiegen um 14 Prozent auf 27.631 Kontrakte und bei Palladium war ein Anstieg der Netto-Longs um vier Prozent auf 13.265 Kontrakte zu verzeichnen.

Ein massiver Anstieg der Netto-Longpositionen war bei Rohöl zu verzeichnen. Hier ging es um 48 Prozent auf 198.056 Kontrakte nach oben. Die Ölpreise bewegen sich seit rund sechs Monaten seitwärts und sind gefangen zwischen OPEC-Förderkürzungen, Konjunktursorgen und der steigenden Produktion in den USA. Zuletzt wurde deutlich, dass Saudi-Arabien eine Vertiefung der Fördermengen anstrebe. Im Raum steht dabei eine Senkung um 400.000 Barrel/Tag, zusätzlich zu den bereits bestehenden Kürzungen im Umfang von 1,2 Mio. Barrel/Tag. In den USA ist die Förderung von Rohöl zuletzt auf ein Rekordhoch von 12,9 Mio. Barrel/Tag gestiegen, im September wurde eine durchschnittliche Förderung von 12,46 Mio. Barrel/Tag erreicht. Gleichzeitig haben die Analysten von Baker Hughes für die vergangenen Wochen einen fortgesetzten Rückgang bei den laufenden Förderanlagen gemeldet, was darauf schließen lässt, dass sich der Anstieg der Fördermengen verlangsamen könnte.

Kupfer macht seit Wochen ebenfalls eine Seitwärtsbewegung durch. Die Marktteilnehmer schauen auf die fortgesetzte Schwäche der chinesischen Wirtschaft, dem größten Verbraucher von Kupfer weltweit. Dort kam es im November zu einer Stabilisierung der Konjunktur, wie die Einkaufsmanagerindizes zeigten. Gleichzeitig befindet sich das Marktdefizit mit 330.000 Tonnen auf einem hohen Niveau und die Angebotslage dürfte sich auf absehbare Zeit nicht verbessern. Da der Handelsstreit aber weiterhin die Stimmung dämpft und weiterhin große Risiken für die Konjunktur bestehen, haben die spekulativen Finanzinvestoren ihre Netto-Shorts um acht Prozent auf 36.405 Kontakte ausgeweitet.

Die Lage bei den Agrarrohstoffen hat sich zuletzt weiter verschärft. Die Maisernte kam nur langsam voran, gleichzeitig hat sich das Wetter in den USA stark verschlechtert, dass die Bauern nur zögerlich die Ernte beenden können. Die Zahl der Netto-Shorts auf Mais wurde um sechs Prozent auf 116.072 Kontrakte reduziert. Bei den Sojabohnen sind die Investoren nun wieder mit 42.941 Kontrakten netto-short, bedingt durch die weiterhin unklaren Aussichten im Handelsstreit. Die Longpositionen auf Weizen sind derweil wieder angestiegen, die Investoren sind hier nun mit 10.475 Kontrakten netto long.


Quelle:shareribs.com / CFTC

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