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Mologen Und was wird jetzt?

Nachrichtenquelle: Nebenwerte Magazin
04.12.2019, 07:41  |  6659   |   |   
Prime Standard | Mologen: Und was wird jetzt?

MOLOGEN AG (ISIN: DE000A2LQ900) war gefährdet, das wusste jeder. Die Mittel gingen zur Neige, die Erfolge, auf die man seit fast 20 Jahren wartet, noch nicht in bare Münze umsetzbar.

Und dann die - wie im Krimi - öffentlich ausgetragene  Auseinandersetzung verschiedener Interessengruppen. Anfang Dezember gab es für die "kleinen" Aktionäre nochmals einen Hoffnungsschimmer: "Um eine kurzfristige Finanzierung der MOLOGEN AG zu ermöglichen, befindet sich der Vorstand derzeit in Gesprächen mit zwei potentiellen Investorengruppen. Ziel dieser Gespräche ist es, die mit Ad-hoc-Mitteilung der Gesellschaft vom 22. November 2019 angekündigte Wandelschuldverschreibung im Gesamtnennbetrag von EUR 2.000.000 kurzfristig zu platzieren und dadurch die Existenz der Gesellschaft zu sichern." DAS IST JETZT OFFENSICHTLICH GESCHEITERT. INSOLVENZANTRAG 03.12.2019 UM 21:22 UHR.

Wohl an den Bedingungen, die von den potentiellen Finanziers gestellt wurden: "Im Rahmen dieser Gespräche hat eine Investorengruppe um Prof. Dr. Burghardt Wittig als Voraussetzung für eine Zeichnungszusage für die komplette Wandelanleihe (i) die unverzügliche Bestellung von Prof. Wittig zum Vorstand der Gesellschaft sowie (ii) die kurzfristige gerichtliche Bestellung von Herrn Gerhard Greif und Herrn Kai Drabe zu Mitgliedern des Aufsichtsrats der Gesellschaft vorgeschlagen, wobei nach ihrer jeweiligen Bestellung Herr Greif als Vorsitzender und Herr Drabe als stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats kandidieren sollen. Die derzeitigen Mitglieder des Aufsichtsrats Dr. Friederike Zahm und Dr. Michael Schultz sollen nach dem Vorschlag der Investorengruppe von ihren Ämtern zurücktreten. Oliver Krautscheid soll nach dem Vorschlag dieser Investorengruppe im Aufsichtsrat verbleiben."

Die Organe der Geselslchaft schienen willig im Interesse des Unternehmens, aber es scheiteret: Gab es keine Kapitalnachweise? Machten die Organe einen Rückzieher? Hier wird wohl eine "Schlammschlacht" zwischen den Parteien ausbrechen respektive fortgesetzt werden. Die Diskussionsforen sind voll von Angriffen und Gegenangriffen. Jedenfalls sah es Anfang Dezeber noch ganz gut aus:

"Sämtliche Organmitglieder haben heute erklärt, die Investorengespräche im Interesse der Gesellschaft weiterhin konstruktiv zu verfolgen. Daher haben heute sämtliche Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft in einer gemeinsamen Sitzung ihre grundsätzliche Bereitschaft erklärt, sobald eine rechtsverbindliche Finanzierungszusage in Form unterzeichneter Zeichnungsscheine für die Wandelanleihe durch diese Investorengruppe vorliegt, innerhalb der Grenzen des rechtlich Zulässigen ihre Ämter unter bestimmten Voraussetzungen kurzfristig zur Verfügung zu stellen, um hiermit den Forderungen der Investorengruppe entgegenzukommen und eine Bestandsicherung der Gesellschaft zu ermöglichen.Sollte die Wandelschuldverschreibung demgegenüber nicht oder nur in einer unzureichenden Höhe platziert und sollten auch die sonstigen derzeit durch die Gesellschaft betriebenen Bemühungen der Unternehmensfinanzierung nicht zu einem erfolgreichen Abschluss geführt werden können, so wäre die Existenz der Gesellschaft kurzfristig akut bedroht."

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