DAX+1,41 % EUR/USD-0,28 % Gold+0,57 % Öl (Brent)-2,05 %

ROUNDUP 2/Klimaziele im Verkehr Umweltbundesamt für drastische Maßnahmen

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
05.12.2019, 15:52  |  110   |   |   

(neu: Aktualisierung mit weiteren Reaktionen 2. und 10. Absatz, u.a. Scheuer.)

BERLIN (dpa-AFX) - Tempo 120 auf Autobahnen, höhere Steuern vor allem auf Diesel, Aus für die Pendlerpauschale, höhere Lkw-Maut: Um die deutschen Klimaziele im Verkehr zu erreichen, hat das Umweltbundesamt (UBA) drastische Einschnitte empfohlen. Die Behörde veröffentlichte am Donnerstag ein entsprechendes Positionspapier, das allerdings schon ein halbes Jahr alt ist. Demnach empfiehlt die Behörde unter anderem, die Steuern auf Diesel bis 2030 um mehr als 70 Cent pro Liter zu erhöhen. Benzin müsste demnach um etwa 47 Cent teurer werden. Zuerst hatte die "Süddeutsche Zeitung" aus dem Papier zitiert.

Vom Verkehrsminister kam Kritik. "Die Bürger erneut mit Verzicht, Verbot und Verteuerung à la Bundesumweltamt in Panik zu versetzen, ist der falsche Ansatz", sagte Andreas Scheuer (CSU). "Wir sind gerade mitten in der konkreten Umsetzung des ausgewogenen Klimapakets. Das ist gemeinsam so beschlossen - und nichts anderes."

BMW mit festem Hebel folgen [Werbung]
Ich erwarte, dass der BMW steigt...
Ich erwarte, dass der BMW fällt...

Verantwortlich für diese Werbung ist die Deutsche Bank AG. Die Wertpapierprospekte und Basisinformationsblätter zu diesen Produkten erhalten Sie über www.xmarkets.db.com. Disclaimer

Beim Verkehr hat sich seit 1990 im Klimaschutz wenig getan - zwar verbrauchen Autos heute weniger Sprit, aber es wird mehr gefahren. Das UBA fordert deswegen ein generelles Tempolimit von 120 Kilometern pro Stunde auf Autobahnen. Steuerprivilegien etwa für Dienstwagen sollten gestrichen und die Pendlerpauschale abgeschafft werden. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung ist bemerkenswert: Gerade erst hat die große Koalition beschlossen, die Pendlerpauschale ab dem 21. Kilometer zu erhöhen, um auszugleichen, dass ein CO2-Preis Diesel und Benzin teurer machen soll.

Dieser CO2-Preis könnte den UBA-Berechnungen zufolge in Form einer Energiesteuer bis auf 205 Euro pro Tonne steigen. Wichtig sei dabei, soziale Härtefälle auszugleichen. Einnahmen etwa aus der Energiesteuer könne der Staat an die Bürger ausschütten. Allerdings hat die Koalition ein anderes Modell gewählt: Sie will die Energiesteuern gar nicht erhöhen, sondern einen Handel mit Verschmutzungszertifikaten einführen, an dem sich Unternehmen beteiligen, die in Deutschland Sprit verkaufen. Der Einstiegspreis der Zertifikate soll 2021 bei nur 10 Euro liegen, was Benzin um etwa 3 Cent verteuern dürfte - Klimaschützer halten das für viel zu wenig.

Seite 1 von 3
BMW Aktie jetzt für 4€ handeln - auf Smartbroker.de



Diesen Artikel teilen

Diskussion: Hot Wheels BMW 519000 k a u f e n !!!

Diskussion: *Daimler AG * auf dem Weg zu 2020
Mehr zum Thema
Klicken Sie auf eines der Themen und seien Sie stets dazu informiert. Mehr Informationen hier.
EnerVerkehrEnergieDieselKlimaschutz


0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel