DAX-0,67 % EUR/USD-0,08 % Gold+0,14 % Öl (Brent)-2,90 %

THYSSENKRUPP IM FOKUS Neuer Sanierungsversuch mit ungewissem Ausgang

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
06.12.2019, 08:41  |  791   |   |   

ESSEN (dpa-AFX) - Der Ton bei Thyssenkrupp wird rauer. Die neue Chefin Martina Merz will die Sanierung des kriselnden Traditionskonzerns rasch vorantreiben. Eine weitere Hängepartie können sich die chronisch klammen Essener auch nicht leisten. Was bei dem Unternehmen los ist, was die Aktie macht und was die Experten sagen.

DAS IST LOS BEI THYSSENKRUPP:

ThyssenKrupp mit festem Hebel folgen [Werbung]
Ich erwarte, dass der ThyssenKrupp steigt...
Ich erwarte, dass der ThyssenKrupp fällt...

Verantwortlich für diese Werbung ist die Deutsche Bank AG. Die Wertpapierprospekte und Basisinformationsblätter zu diesen Produkten erhalten Sie über www.xmarkets.db.com. Disclaimer

Hohe Verluste, keine Dividende für die Aktionäre: Für Thyssenkrupp endet ein turbulentes Geschäftsjahr ohne versöhnlichen Abschluss. Bei ihrem ersten Auftritt auf großer Bühne Ende November auf der Bilanzpressekonferenz zog Merz eine vernichtende Schlussbilanz der Arbeit ihrer Vorgänger. "Nicht zufriedenstellend", "viel zu wenig in der Umsetzung", "weit hinter den Ansprüchen zurück" - Die Ingenieurin hängte Kritikpunkt an Kritikpunkt und schloss: "So wie bisher kann es nicht weitergehen."

Zwei bis drei Jahre veranschlagt die Managerin, die den Konzern eigentlich höchstens zwölf Monate führen soll, für die Sanierung. Doch das kostet zunächst einmal. Da auch der konjunkturelle Rückenwind fehlt, dürfte Thyssenkrupp im neuen Geschäftsjahr 2019/20 noch tiefer in die Verlustzone rutschen.

Treffen wird der neue Kurs alle: Mitarbeiter, Manager, Aktionäre. Auf die mehr als 160 000 Beschäftigten kommen neue Unsicherheiten zu. Thyssenkrupp wird möglicherweise mehr als die bisher geplanten 6000 Arbeitsplätze streichen, räumte Personalvorstand Oliver Burkhard zuletzt ein. Gestrichen wird nahezu überall: In der Zentrale, im Stahl, im Autozulieferungsgeschäft.

Das neue Konzept sieht dabei viele Schritte vor, noch fehlen Details. Thyssenkrupp will sich wieder mehr auf seine Stammgeschäfte Stahl und Werkstoffhandel konzentrieren. Doch dafür ist die Situation derzeit ungünstig. Die Stahlindustrie leidet unter der schwachen Nachfrage in Europa und weltweiten Überkapazitäten. Bei Thyssenkrupp Steel ist der Gewinn massiv eingebrochen, der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank zuletzt von 687 Millionen auf 31 Millionen Euro. Um sich die nötigen Investitionen leisten zu können, müsse der Konzern seinen Kosten arbeiten, sagte jüngst Vorstandsmitglied Klaus Keysberg. "Da werden alle ihren Beitrag leisten müssen".

Seite 1 von 3
ThyssenKrupp Aktie jetzt für 4€ handeln - auf Smartbroker.de



Diesen Artikel teilen

Diskussion: thyssenkrupp - stahl ins depot ?
Wertpapier

Mehr zum Thema
Klicken Sie auf eines der Themen und seien Sie stets dazu informiert. Mehr Informationen hier.
ThyssenKruppEuroBörseInvestorenAnalysten


0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Aus der Community
LUS Wikifolio-Index Performance von Kryptowährungen Index Zertifikat Open-End (LASW)
Chart: arniarni

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel