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Brent Crude Oil Nach Kürzung hochgeschossen

09.12.2019, 07:48  |  406   |   |   

Die sogenannte OPEC+ Gruppe, die auch nicht OPEC-Mitglieder wie beispielsweise Russland umfasst, einigte sich bis Freitag abgelaufener Woche die tägliche Produktion um 1,7 Millionen Barrel zu kürzen. Saudi-Arabien will zusätzlich die eigene tägliche Produktion freiwillig um weitere 400.000 Barrel senken, sodass sich die Kürzungen insgesamt auf 2,1 Millionen Barrel belaufen könnten. Die geschlossene Vereinbarung gilt zunächst bis März 2020, hierdurch wurde eine drohende Schwemme verhindert und gab dem Ölmarkt entsprechend Auftrieb.

Technisch konnte durch den etwas verspäteten Kurssprung über 64,00 US-Dollar und die dort befindliche Widerstandszone aus den letzten Monaten - so scheint es – endlich überwunden werden. Ob das vor dem Hintergrund einer am Rande der Rezession taumelnden Weltwirtschaft der Durchbruch sein wird, muss sich in den nächsten Handelstagen erst noch zeigen. Tendenziell haben Bullen nun die besseren Karten auf der Hand und könnten einen Preisanstieg der Nordseesorte Brent Crude in den Bereich der Julihochs vorantreiben. Entsprechende Short-Ansätzen sind aufgrund der veränderten Nachrichtenlage obsolet.

Handelsstreit als Belastungsfaktor

Im Prinzip schauen die Marktteilnehmer genauestens auf die Entwicklung im Handelsstreit zwischen den USA und China, abgelaufene Woche waren sehr gegensätzliche Informationen im Umlauf. Kann sich die Trump-Administration auf eine Version einigen die positiv von Marktteilnehmern aufgenommen wird, könnte der Rohölpreis weiter zulegen. Oberhalb der Kursmarke von 64,32 US-Dollar wären weitere Gewinne zunächst in den Bereich von 66,00 US-Dollar anzunehmen. Darüber könnten schließe ich die Julihochs bei 67,65 US-Dollar in den unmittelbaren Fokus der Marktteilnehmer rücken und somit ein Long-Investment attraktiv erscheinen lassen. Spätestens an der Marke von 69,50 US-Dollar sollten jedoch größere Gewinnmitnahmen einsetzen. Ein Kursrutsch unter den 50-Tage-Durchschnitt (blaue Linie) bei derzeit 61,94 US-Dollar könnte allerdings das gesamte bullische Konstrukt rasch zunichtemachen. Abgaben auf und 60,00 US-Dollar wären dann kurzfristig vorstellbar. Sollte diese Marke für eine nachhaltige Stabilisierung nicht ausreichend sein, müssten weitere Abgaben in Richtung 58,00 US-Dollar einkalkuliert werden.

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