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Aktien-Investments: 2020 gehören defensive Qualitätstitel ins Depot

Nachrichtenquelle: DAS INVESTMENT
09.12.2019, 09:59  |  368   |   |   
In Zeiten hoher Volatilität – also jetzt – sieht Alan Wilson, Portfoliomanager bei Capital Group, vor allem bei Qualitätsunternehmen aussichtsreiche Chancen. Entscheidend ist der Blick auf Innovation mit echtem Potenzial.Defensive Aktien fielen in den vergangenen Jahren geradezu in die Kategorie der zuverlässigen, konservativen und fast langweiligen Investments – oft in den Bereichen Konsumgüter, Versorger und Gesundheit. Unternehmen dieser Segmente erzielten stabile Cashflows, zahlten solide Dividenden und hatten kein "Dot-Com" im Namen.
Inzwischen haben viele Anleger ihre Haltung verändert, was eine defensive Aktie tatsächlich ausmacht: Zahlreiche Unternehmen, die zuvor als defensiv galten – darunter Lebensmittel-, Tabak- und Telekommunikations-Unternehmen – litten unter technologischen Neuerungen, verändertem Verbraucherverhalten und hartem, globalen Wettbewerb.
Nach aktuellem Verständnis zeichnen sich defensive Titel durch stabile Unternehmensgewinne und -umsätze aus – auch während einer Rezession. Firmen, die in der Vergangenheit defensive Merkmale für sich reklamieren konnten, haben heute keine Garantie, dass dies auch so bleiben wird. Der nächste Abschwung könnte deren Entwicklung maßgeblich beeinflussen.
Sektorrenditen während der letzten acht schweren Markteinbrüche

Quelle: Capital Group, FactSet. Stand: 31.10.2019.

Bislang standen beispielsweise Lebensmittelunternehmen für klassische defensive Anlagen – bis sich der Lebensmittelmarkt mit neuen Anbietern und weiteren Veränderungen konfrontiert sah: etwa mit Amazon Go (einem Stationär-Handelskonzept mit automatischem Zahlsystem ohne Registrierkassen), neuen Verbraucherpräferenzen, massiver Marktkonsolidierung und Konkurrenz durch E-Commerce-Anbieter.
Kraft Heinz durchlebt Störungsphase
Weniger defensiv als gedacht, stolperte auch der US-Lebensmittelkonzern Kraft Heinz. Da Verbraucher immer häufiger frischen Lebensmitteln und Bio-Produkten den Vorzug geben, musste Kraft Heinz im Februar 2019 für einige seiner US-Marken eine Wertberichtigung von 15,4 Milliarden US-Dollar vornehmen, darunter die Brands Velveeta (Schmelzkäse), Maxwell House (Instantkaffee) und Miracle Whip (Mayonnaise). Zudem senkte der Konzern seine Dividende um 36 Prozent.
Wie auch viele andere Branchen durchlebt das Lebensmittelgeschäft eine Störungsphase. Sie verändert die Investitionslandschaft und die Sicht darauf, was defensive Titel heute ausmacht. Unterdessen sind andere etablierte Unternehmen in der Lage, ihren Status durch innovative Produkte zu verbessern. Der Mühe Lohn: ein starkes Gewinnwachstum trotz volatiler Marktphasen.
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