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DWS-Experten über Negativzinsen: Wie eine Leistungsbilanz die Renditen drückt

Nachrichtenquelle: DAS INVESTMENT
09.12.2019, 09:37  |  119   |   |   
Die Schuld an den Niedrigzinsen wird zumeist den Zentralbanken zugewiesen. Die Analysten der DWS sehen das Spar- und Investitionsverhalten als ebenso wichtig an. Es brauche ein Umfeld, in dem Unternehmen wieder bereit seien zu investieren.

Die Renditen für Staatsanleihen der Eurozone sind seit ihren Tiefstständen im August zwar wieder gestiegen, bewegen sich aber weiterhin im negativen Bereich. Man müsse schon sehr lange Laufzeiten wählen oder bereit sein, Kreditrisiken einzugehen, um Anleihen zu finden, die zumindest eine positive Rendite ausweisen, so die Experten der Fondsgesellschaft DWS.


Die häufig für das niedrige Renditeniveau verantwortlich gemachten Zentralbanken seien nicht der alleinige Auslöser, heißt es weiter. Aktuell weise die Eurozone einen Ersparnisüberschuss von mehr als 300 Milliarden Euro pro Jahr auf, sagt Oliver Eichmann, Leiter Fixed Income Rates Emea bei der DWS. Und der Leistungsbilanzsaldo der Eurozone zeige eine erstaunliche Korrelation mit realen Renditen. "Aus dieser Sicht stellt sich weniger die Frage, ob die EZB die Zinsen wieder anheben wird, sondern wie ein Umfeld geschaffen werden kann, in dem der Unternehmenssektor wieder bereit ist, zu investieren", so Eichmann. Das könne die Geldpolitik nicht allein lösen.

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