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Egbert Prior Bayer: Unkraut vergeht nicht

Gastautor: Egbert Prior
09.12.2019, 13:24  |  1586   |   |   

Am 30. Juni schrieben wir Ihnen „Bayer befindet sich am Wendepunkt“. Seither ist die Aktie von 56 auf 70 Euro geklettert. Plus 25%! Die Erholung könnte sich fortsetzen. Mit 143 Euro lag das Rekordhoch im April 2015 doppelt so hoch. Zwar sind kurzfristig keine großen Sprünge zu erwarten, aber langfristig bietet der Titel beträchtliches Potential. Die drohenden Schadensersatzklagen durch die Monsanto-Übernahme sind schon längst eingepreist. Im Oktober war die Zahl der Klagen wegen des möglicherweise krebserregenden Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat auf 42.700 angeschwollen. Letztlich wird es wahrscheinlich auf einen Vergleich herauslaufen. Die von den Leverkusenern zu leistenden Zahlungen könnten im worst case einen zweistelligen Milliardenbetrag ausmachen. Umbringen wird das den 1863 gegründeten Traditionskonzern nicht. Für die Monsanto-Übernahme hatte Bayer 63 Milliarden Dollar auf den Tresen gelegt. Operativ sind die Rheinländer gut unterwegs. Im dritten Quartal kletterte der Umsatz um 5,4% auf 9,8 Milliarden. Der bereinigte operative Gewinn kletterte überproportional um 7,5% auf 2,3 Milliarden. Die Leverkusener bestätigten ihre Jahresprognose. 2019 sollen 44 Milliarden Euro durch die Bücher gehen, der operative Gewinn wird mit rund 12 Milliarden erwartet. Die Marge 26%. Der DAX-Konzern kommt auf eine Marktkapitalisierung von aktuell 65 Milliarden. Zuletzt kehrten die Leverkusener 2,80 Euro je Anteilsschein aus. Die Dividendenrendite stattliche 4%. Mit einem KGV (2020) von schätzungsweise 9 ist die Aktie immer noch ein Schnäppchen. Unlängst stieg der aktivistische Investor Elliott ein. Die Amerikaner machen Dampf und fordern eine Aufspaltung von Agrar und Pharma. Hinter Elliott steht der legendäre Milliardär Paul Singer, der immer wieder große Konzerne aufmischt und dabei meistens einen schönen Schnitt macht. Fazit: Glyphosat wird Bayer nicht umbringen. Das operative Geschäft läuft gut. Längerfristig orientierte Anleger dürften auf ihre Kosten kommen.

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