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Deals im Goldsektor: Übernahmen und Fusionen auf Allzeithoch!

09.12.2019, 16:36  |  836   |   |   

Das Jahr ist noch nicht ganz zu Ende und wir haben bereits einen neuen Rekord im Goldsektor. 2019 wurden Übernahmen und Fusionen im Wert von 30,5 Mrd. US-Dollar durchgeführt.Damit wurde sogar das Rekordjahr 2011 übertrumpft.

Das Übernahmekarussell gewinnt an Fahrt

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Die vergangenen Wochen haben noch einmal ordentlich Schwung ins Übernahmekarussell im Goldsektor gebracht. So schnappte sich Kirkland Lake Gold die Landsleute von Detour Gold für 4,9 Mrd. Dollar. Die chinesische Zijin Mining wiederum sicherte sich das Buriticá-Goldprojekt in Kolumbien und blätterte für Eigentümer Continental Gold 1 Mrd. Dollar auf den Tisch (mehr hier). Zudem gab es mehrere Transaktionen im Bereich unter der runden Milliarde. Damit endet das Jahr, so wie es angefangen hatte. Da übernahm nämlich Newmont die kanadische Goldcorp und stieg zum größten Goldproduzenten der Welt auf. Nun steht schon Anfang Dezember fest, dass es noch nie ein so großes Transaktionsvolumen im Goldsektor wie in diesem Jahr gab. 2019 wurden insgesamt Übernahmen und Fusionen im Wert von 30,5 Mrd. Dollar abgeschlossen. Im Vorjahr waren es lediglich 10,8 Mrd. Dollar. Und im bisherigen Rekordjahr 2011 betrug der Wert der Deals 25,7 Mrd. Dollar. Im Unterschied zu damals notiert der Goldpreis allerdings in US-Dollar nicht auf einem Allzeithoch von mehr als 1.900 Dollar je Unze, sondern notiert aktuell knapp unter der 1.500er Marke. Auffällig ist zudem, dass die Unternehmen ihre Bilanzen nicht überstrapazieren. So werden viele Transaktionen als reine Aktiendeals abgewickelt, es fließt also kein Cash. Zudem fallen die Übernahmeprämien deutlich geringer aus als in den Nullerjahren.

Zwang zum Zukaufen!

Der Rekordwert resultiert übrigens nicht nur aus dem Wachstumswillen der Manager, sondern auch aus dem Zwang heraus, die Reserven aufzufüllen. Die Pipeline wird insbesondere bei den großen und mittelgroßen Produzenten immer dünner. Sie hatten in den vergangenen Jahren bei niedrigen Goldpreisen vor allem die Reduzierung ihrer Schulden und die Verkürzung der Bilanz im Blick. Nun aber muss man investieren, wenn man in drei, fünf oder zehn Jahren auch noch mindestens die gleiche oder eine höhere Menge an Edelmetallen fördern will. Das verlangen nun einmal die Aktionäre. Ganz typisch ist die Situation beispielsweise bei Nevada Gold Mines, dem Joint Venture von Barrick Gold und Newmont Goldcorp. Die Produktion dürfte in diesem Jahr bei etwa 4 Mio. Unzen liegen. Laut eigenen Angaben betragen die Reserven etwa 48 Mio. Unzen. In 12 Jahren wären die also aufgebraucht. Pessimistische Analysten gehen sogar davon aus, dass die Reserven bereits in zehn Jahren zu Neige gehen dürften. Dementsprechend muss man zukaufen, wenn man nicht bald schon seine Daseinsberechtigung verlieren will.

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