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Konsumenten erwarten nachhaltige Verpackungen

Nachrichtenagentur: news aktuell
10.12.2019, 09:20  |  123   |   |   
Hamburg (ots) - Eine deutliche Mehrheit der Konsumenten erwartet von den
Herstellern Produkte, bei denen so wenig Verpackungsmüll wie möglich entsteht.
In Deutschland geben sogar mehr als drei von vier Verbrauchern (77%) an, dass
sie Produkte kaufen möchten, für die möglichst wenig Verpackungsmaterial
verwendet wird. Auch global gesehen ist der Bedarf an umwelt- und
ressourcenschonenden Verpackungen ähnlich groß (75%), so das Ergebnis einer
aktuellen Ipsos-Studie in 28 Ländern.

Nachhaltigkeit hat positiven Einfluss auf Markenwahrnehmung

Die Studienergebnisse legen außerdem nahe, dass sich nachhaltiges Verhalten für
Unternehmen langfristig auszahlen könnte. Weltweit geben nämlich drei Viertel
der Befragten (75%) an, dass sie Unternehmen bevorzugen, die auf die
Nachhaltigkeit ihrer Produkte achten und gezielte Änderungen vornehmen, um
bessere Umweltergebnisse zu erzielen. In Deutschland liegt dieser Wert ähnlich
hoch (76%).

Verbraucher fordern mehr Herstellerverantwortung

Die meisten Konsumenten finden zudem, dass Hersteller beim Thema Nachhaltigkeit
stärker zur Verantwortung gezogen werden sollten. Sowohl in der Bundesrepublik
(78%) als auch weltweit (80%) vertreten rund acht von zehn Befragten die
Ansicht, dass Unternehmen zur Hilfe beim Recycling und bei der Wiederverwendung
von Verpackungen, die sie produzieren, verpflichtet werden sollten. Besonders
groß ist die Zustimmung in Serbien (93%), Russland (88%) und Peru (88%), doch
auch in allen anderen untersuchten Ländern vertritt eine klare Mehrheit der
Bevölkerung diese Einstellung.

Große Mehrheit für Einwegplastik-Verbot

Eine breite Mehrheit der Deutschen (71%) befürwortet auch das vom EU-Parlament
beschlossene und ab 2021 inkrafttretende Verkaufsverbot von Wegwerfprodukten aus
Plastik. Doch auch in anderen Teilen der Erde wird der Ruf nach Sofortmaßnahmen
gegen Plastikmüll immer lauter - insbesondere in Serbien (87%), Südkorea (79%)
und Chile (79%). In den USA (57%), Saudi-Arabien (57%) und Japan (38%) fordern
dagegen vergleichsweise wenige Menschen ein Verbot von
Einweg-Kunststoffartikeln.

Recycling-Vorbild Deutschland

Am deutschen Recyclingsystem wird im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern
relativ wenig Kritik geäußert. Fast zwei von drei Bundesbürgern sind der
Überzeugung, dass das hiesige Recyclingangebot für Haushaltsmüll in der Gegend,
in der man lebt, gut ist - nur jeder fünfte Deutsche (21%) ist da anderer
Meinung. Am positivsten bewerten Kanadier und Schweden (je 70%) das
Recyclingangebot im eigenen Land, die größten Defizite in diesem Bereich werden
in Russland (24%) und Serbien (22%) beklagt.
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