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Umweltschutz Abwasserwirtschaft investiert mehr in Umweltschutz

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
10.12.2019, 10:59  |  599   |   |   
Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Im Jahr 2017 haben Unternehmen des Produzierenden Gewerbes in Deutschland 8,4 Milliarden Euro in Sachanlagen für den Umweltschutz investiert. Davon entfiel mit 3,6 Milliarden Euro (42,7 Prozent) der größte Anteil auf die Abwasserwirtschaft, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mit. Die Investitionen stiegen in diesem Umweltbereich gegenüber 2016 um 14,1 Prozent (443 Millionen Euro).

Die Abwasserwirtschaft umfasst Anlagen, Einrichtungen und Maßnahmen zur Verminderung der Abwassermenge beziehungsweise Abwasserfracht (Verringerung oder Beseitigung von Feststoffen und gelösten Stoffen sowie zur Verringerung der Wärmemenge). Mit 2,6 Milliarden Euro floss der größte Teil der Investitionen im Umweltbereich Abwasserwirtschaft in additive Umweltschutzmaßnahmen. Additive ("End-of-Pipe") Umweltschutzmaßnahmen sind vorwiegend separate, vom übrigen Produktionsprozess getrennte Anlagen, die entstandene Emissionen vermindern sollen, wie zum Beispiel Abwasser- und Klärschlammbehandlungsanlagen. In integrierte Umweltschutztechnologien investierten die Unternehmen im Umweltbereich Abwasserwirtschaft rund 958 Millionen Euro, so das Statistikamt. Integrierte Umweltschutzmaßnahmen vermindern Umweltbelastungen direkt bei der Leistungserstellung, das heißt, sie lassen Emissionen erst gar nicht entstehen. Beispiele hierfür sind geschlossene Prozess- und Kühlwasserkreisläufe. Innerhalb des Umweltbereichs Abwasserwirtschaft gibt es Branchen, die besonders viel in den Umweltschutz investiert haben. So tätigten Unternehmen der Wirtschaftsabteilung "Abwasserentsorgung" mit rund 2,5 Milliarden Euro erwartungsgemäß die höchsten Investitionen für den Umweltschutz (69 Prozent). Es folgen Unternehmen der Wirtschaftsabteilung "Herstellung von chemischen Erzeugnissen" mit rund 238 Millionen Euro (6,6 Prozent) sowie Unternehmen der Wirtschaftsabteilung "Energieversorgung" mit rund 90 Millionen Euro (2,5 Prozent), so das Bundesamt.

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