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Forex-Report Paris liefert – USA „erlegt“ die WTO!

Gastautor: Folker Hellmeyer
10.12.2019, 11:45  |  603   |   |   

Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.1067 (06:51 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1.1055 im US-Geschäft markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 108.62. In der Folge notiert EUR-JPY bei 120.20. EUR-CHF oszilliert bei 1.0932.

Konstruktive Ergebnisse in Paris

Der Normandie-Gipfel in Paris war ein beeindruckender Erfolg. Dieses Format hatte seit 2016 nicht mehr getagt. In der Folge wurde der Ukraine-Konflikt eingefroren. Mit den Ergebnissen, die gestern erzielt wurden, bauen sich Lösungsperspektiven auf. Das war ein guter Tag für die Ukraine und Russland, aber auch für ganz Europa. Es war kein guter Tag für die Kräfte, die Europa teilen wollten und wollen.

Die Länder des Normandie-Formats haben einen vollständigen Waffenstillstand in der Ostukraine bis Ende 2019 vereinbart. Das nimmt zunächst Schärfe aus dem Konflikt und hilft den Menschen vor Ort. 

Weiterhin sollen Lokalwahlen in den von russischen Separatisten kontrollierten Gebieten der Ostukraine vorbereitet werden. Dieser Fortschritt ist für eine nachhaltige Lösung des innenpolitischen Konflikts in der Ukraine unverzichtbar.

In drei weiteren Gebieten werden Truppen zurückgezogen. Übergangsstellen werden für Zivilisten geschaffen. Damit ergeben sich für die Menschen vor Ort spürbare Entspannungsmomente. Das ist gut für Selenskyj und seine Glaubwürdigkeit hinsichtlich seiner Wahlversprechen. 

Der OSZE soll eine umfassende Kontrolle des Konfliktgebietes ermöglicht werden. Das hilft, zukünftige Eskalation zu verhindern. 

Im März soll der nächste Gipfel im Normandie-Format stattfinden. Es ist aus unserer Sicht elementar wichtig, die Kommunikationskanäle offen zu halten und zu intensivieren.  
Präsident Selenskyj hat nach einem Gespräch mit Putin von einem Durchbruch in den Gasverhandlungen gesprochen. Putin sagte, dass Kiew mit billigerem Gas rechnen könne, wenn es ein Abkommen gebe. 

Putin hat Kanzlerin Merkel Hilfe bei der Aufklärung des Mordes an einem Georgier in Berlin versprochen. Er kritisierte die Ausweisung zweier russischer Diplomaten. Er warf dem Ermordeten vor, in einen Sprengstoffanschlag in Moskau verwickelt zu sein. Deutschland habe mehrfach eine Auslieferung verweigert.

Fazit:

In allen Konfliktbereichen zwischen Russland, der Ukraine und der EU wurden gestern Fortschritte erzielt. Das ist ermutigend. Es belegt implizit, dass alle drei Parteien eine Fortsetzung des eingefrorenen Konflikts ablehnen. 
Hoffen wir, dass die vierte Partei, die für diesen Konflikt in der Entstehung wesentlich mitverantwortlich ist, diesen Prozess, der jetzt beginnt, nicht konterkariert. 
Weder die Menschen in Russland, der Ukraine oder in dem restlichen Europa verdienten es, weiter Figuren auf einem Schachbrett Dritter zu sein! 

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