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Marktkommentar: Dr. Jens Ehrhardt (DJE): Kapitalmarktausblick 2020: Politik regiert die Märkte
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Marktkommentar Dr. Jens Ehrhardt (DJE): Kapitalmarktausblick 2020: Politik regiert die Märkte

Nachrichtenquelle: Asset Standard
12.12.2019, 12:00  |  1258   |   |   

Für das kommende Jahr 2020 sieht Dr. Jens Ehrhardt gute Aussichten für die Aktienmärkte. Die Börsen stehen klar auf Grün.

Für das kommende Jahr 2020 sieht Dr. Jens Ehrhardt gute Aussichten für die Aktienmärkte. Die Börsen stehen klar auf Grün. Einen Grund dafür sieht Ehrhardt in der wieder expansiven Geldpolitik der US-Notenbank, die die schwächelnde US-Konjunktur stimulieren will. Ein anderer liegt im anhaltenden Wachstum Chinas.

Entgegen vieler Einschätzungen prognostizierten die beiden DJE-Marktausblicke 2018 und 2019, dass die amerikanischen Zinsen – trotz der Leitzinserhöhungen der US-Zentralbank im Bereich der wichtigen 10-jährigen Staatsanleihe-Zinsen – niedrig bleiben würden. Vor diesem Hintergrund wurde hervorgehoben, dass Aktien in den USA, aber auch weltweit, im Vergleich zu den gesunkenen Zinsen preiswert seien, unabhängig von der kurzfristigen Konjunktur- und Gewinnentwicklung. Entsprechend konnte sich die amerikanische Börse im vergangenen Jahr leicht verbessern – trotz der Bremspolitik der US-Notenbank FED. Im Laufe des Jahres 2019 warf die FED dann ihr Konjunktursteuerungs- bzw. Zins- und Liquiditätsruder um 180 Grad herum: Sie schaltete zunächst bei den Zinsen und dann bei der Liquidität voll auf Expansion – de facto die vierte quantitative Lockerung. Die monetären Börsenampeln stehen somit für 2020 klar auf Grün

Abschwächung des Konsumwachstums bremst US-Konjunktur

Die fundamentalen Aspekte der US-Konjunktur sind hingegen schwieriger einzuschätzen. Entgegen allen Erwartungen fallen die US-Unternehmensgewinne (zuletzt -2,2%), und die Wachstumsrate der Volkswirtschaft dürfte zuletzt auf weniger als 1% zurückgegangen sein. Schon im dritten Quartal waren es allein die US-Konsumausgaben, das auf fast 5% vom BIP angewachsene US-Budgetdefizit und eine Lagererhöhung, die noch zu einem Wachstum von 2,1% (im Vorjahr noch über 3%) führte. Die US-Konjunktur steht also fast ausschließlich auf der Konsumsäule. Diese wiederum hängt ab von der Beschäftigun.

Hier gab es zuletzt leichte Einbußen bei der Gesamtzahl der gearbeiteten Stunden, bei der Länge der Arbeitswoche, bei der Anzahl der Teilzeitkräfte und bei der Geschwindigkeit der Lohnerhöhungen. Somit zeichnet sich auch eine Abschwächung der Wachstumsraten im Konsum ab. Die Notenbank war bisher zurückhaltend mit Stimulierungsmaßnahmen, weil man auf die stärkste Anspannung des Arbeitsmarktes seit rund 50 Jahren hinwies. Tatsächlich ist der Arbeitsmarkt aber kein Frühindikator. Dies gilt eher für die Investitionen, die nun schon im zweiten Jahr in den Wachstumsraten auf inzwischen nahe Null abgenommen haben. Dieser wichtige Frühindikator signalisiert also Konjunkturschwäche für 2020.

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