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TUI Zuschlagen oder Finger weg?

12.12.2019, 09:25  |  678   |   |   

Belastet durch das Flugverbot des Mittelstreckenjets Boeing 737 MAX knickte der Nettogewinn von 727 Mio. Euro auf 416,2 Mio. Euro ein. Das entspricht einem Abschlag von knapp 43 Prozent. Zwar teilte das Unternehmen am Mittwoch mit, dass es im nächsten Jahr auf den Ausfall der 15 Flugzeuge vorbereitet sei, zeitgleich müssten Aktionäre jedoch eine Dividendenkürzung verdauen. Doch die Kursverluste fielen bei TUI am selben Handelstag nicht sonderlich groß aus, weil die Aktie ohnehin auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau notiert.

Nachdem der Wert innerhalb dieses Jahres seinen Unterstützungsbereich aus den Jahren zwischen 2009 und 2013 um 8,00 Euro herum testete, folgte eine dynamische Aufwärtsbewegung bis auf ein Verlaufshoch von 20,69 Euro. Von diesen Höchstständen hat sich TUI aber schon längst wieder zur Unterseite entfernt und steuert direkt auf eine wichtige Unterstützung aus dem Bodenbildungsprozess aus Anfang dieses Jahres zu. Die für dieses Fiskaljahr beschlossene Dividende soll trotzdem noch 54 Cent betragen, dass gemessen am aktuellen Kursniveau des Wertpapiers noch einem Anteil von 4,9 Prozent entspricht. Vermutlich sind deshalb die Abschläge bei TUI nicht größer gewesen. Der Reisekonzern teilte zur Wochenmitte mit, dass die Dividende für die nächsten Jahre nicht unter 35 Cent je Aktie fallen soll. Das könnte auf der anderen Seite wieder für Kaufbereitschaft unter Anlegern sorgen und eine baldige Stabilisierung herbeiführen.

Schnäppchen oder Ramsch?

Besonders das Kreuzfahrtsegment und gut laufende Geschäfte mit Hotels und Resorts federten den Gewinneinbruch durch das Flugverbot der Boeing 737 MAX spürbar ab. Das können spekulative Investoren durchaus als Kaufargument sehen und im Bereich der wichtigen Unterstützung von 10,15 Euro hervorgegangen aus dem Bodenbildungsprozess in 2019 wieder zuschlagen. Ergo könnte die TUI-Aktie in den folgenden Monaten einen Aufwärtstrend einschlagen und zunächst in den Bereich von 14,15 Euro zulegen. Für diesen Fall würde sich ein Long-Investment beispielsweise über das Open End Turbo Long Zertifikat WKN DF7A8P anbieten. Sollte die Stimmung unter Anlegern aber durch weitere Negativschlagzeilen und eine Verschärfung des Handelskrieges kippen, müssten unterhalb der markanten Unterstützung von 10,15 Euro weitere Verluste in den Bereich der Jahrestiefs um 8,00 Euro einkalkuliert werden. Ob diese Unterstützung im weiteren Verlauf für eine nachhaltige Trendwende sorgt, bleibt allerdings offen.

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