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Forex-Report Klartext zu und an Zentralbanken – Wahlen im UK - Gerüchteküche

Gastautor: Folker Hellmeyer
12.12.2019, 10:41  |  815   |   |   

Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.1140 (06:59 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1.1071 im europäischen Geschäft markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 108.60. In der Folge notiert EUR-JPY bei 120.97. EUR-CHF oszilliert bei 1.0943.

Federal Reserve:

Entsprechend der Markterwartungen hat die US-Notenbank das Leitzinsniveau unverändert bei 1,50% - 1,75% belassen. Eine Politik der ruhigen Hand wurde unter dem Verweis auf die positiven Arbeitsmärkte, maßvolles Wachstum und Preisinflation bei 2% in Aussicht gestellt. 

Wir nehmen die auf positive quantitative Größen (es gibt auch negative Daten, z.B. Investitionen, Kapazitätsauslastung) und nicht qualitative Merkmale abstellende US-Verbalakrobatik des Offenmarktausschusses zur Kenntnis.

Wir pflegen ein, dass es kein Kunstwerk der Ökonomie ist, die eigene Wirtschaft zu „pimpen“. Denn genau das machen die USA mit aggressiven öffentlichen Defiziten. Per November stellte sich die „Pimp my Economy“ Rechnung auf sportliche 209 Mrd. USD. Selbsttragende Wachstumseffekte sind in der US-Ökonomie Mangelware. Das Wegschauen der Märkte ob dieser Daten ist ambitioniert. Es wird 2020 mehr US-Zinssenkungen geben, als bisher vom Markt unterstellt, denn die Konjunktur folgt der Struktur, pimpen hin und pimpen her.

Bank of Japan:

Werfen wir einen Blick auf Japan. Hier wurden gestern klare Worte gesprochen. Die Bank of Japan hat die wirtschaftlichen Auswirkungen des Handelskriegs der USA mit China im Fokus. Die daraus generierte Unsicherheit trübe die Aussichten laut BoJ ein. Die BOJ werde nicht zögern, zusätzliche Lockerungsmaßnahmen zu verabschieden. Die Divergenz zu den Aussagen aus Washington ist fassbar.  Die BOJ hielt ihre Geldpolitik zuletzt (Oktober) erwartungsgemäß stabil. Ihr Ausblick wurde jedoch angepasst, um die Bereitschaft der Notenbank deutlicher zu machen, Zinsen weiter zu senken oder andere Maßnahmen zu verfügen. 

Brasiliens Notenbank:

Gestern meldete sich auch noch die Notenbank Brasiliens zu Wort. Dort ist man im Zinssenkungszyklus weiter sportlich unterwegs und verfügte eine Zinssenkung um 0,50% auf 4,50%. Seit August kam es damit zu vier Zinssenkungen ausgehend von 6,50%.

EZB:

Heute liegt das Augenmerk auf der EZB- Frau Lagarde führt ihre erste Ratssitzung. Wir erwarten eine Politik der ruhigen Hand. Frau Lagarde hatte zuletzt deutlich gemacht, dass sie den Rat stärker konsensual führen will. Daraus lässt ich ablesen, dass sie anders als Draghi auch offene Ohren für Falken im Rat haben wird. Das klingt vielversprechend.

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