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Cannabis Report: Kanadas Markt bleibt im ersten Jahr weit unter den Erwartungen
Foto: Get Budding - Unsplash

Cannabis Report Kanadas Markt bleibt im ersten Jahr weit unter den Erwartungen

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Nachrichtenquelle: Shareribs
12.12.2019, 15:38  |  366   |   
Ottawa 12.12.2019 - Die kanadische Regierung hat ihren ersten Jahresbericht für den legalen Cannabismarkt vorgelegt. Der Absatz lag deutlich unter den optimistischen Prognosen externer Analysten.

Seit Oktober 2018 ist Cannabis in Kanada vollständig legalisiert. Neben dem Markt für medizinischen Cannabis entstand damit auch ein legaler Markt für recreational Cannabis, den die Regierung Trudeau einrichten wollte, um die öffentliche Gesundheit zu verbessern und die Verfügbarkeit von sicherem Cannabis zu ermöglichen.

Gut ein Jahr später steht nun die Legalisierung von essbaren Cannabisprodukten an, von der sich vor allem die Cannabisbranche einen kräftigen Schub erhofft. Denn wie die Zahlen von Statistics Canada zeigten, verlief das erste Jahr alles andere als stark.

So wurden in den ersten zwölf Monaten seit der Legalisierung 908 Mio. CAD mit recreational Cannabis umgesetzt. Die mit Abstand höchste Pro-Kopf-Ausgaben für Cannabis wurden in den dünn besiedelten Regionen des Landes verzeichnet. In Yukon waren es 103 CAD, in den Northwest Territories 61 CAD und in Nova Scotia 68 CAD.

Dem gegenüber stehen zehn CAD in British Columbia, 15 CAD in Ontario und 23 CAD in Quebec.

Über die Gründe für die starken Diskrepanzen bei den Pro-Kopf-Umsätzen konnten die Statistiker nur spekulieren. Unter anderem könnten behördliche Hürden die Öffnung von Verkaufsstellen verzögert haben, aber auch Einkommen, Bevölkerungsdichte und die Demographie. Auch der Wettbewerb mit dem Schwarzmarkt wird als Grund genannt. Schließlich ist davon auszugehen, dass in dichter besiedelten Regionen auch die Verfügbarkeit von Schwarzmarkterzeugnissen besser ist.

In den vergangenen Monaten wurde viel über den nur zögerlichen Ausbau von Cannabisverkaufsstellen berechnet. Die Analysten haben sich deshalb auch die Entwicklung bei den Verkaufsstellen im März, Mai und Juli 2019 angesehen. Zu diesen drei Zeitpunkten wuchs die Zahl von Verkaufsstellen im ganzen Land von 217 auf 407. Damit einher ging ein Rückgang der Entfernung der durchschnittlichen Entfernung, die die Bürger zur nächsten Verkaufsstelle zurücklegen müssen. Im März 2019 lag diese bei 66 km, im Mai bei 39 km und im Juli bei 34 km.

Dabei waren die größten Entfernungen in Yukon und den Northwest Territories zurückzulegen. In den dichter besiedelten Provinzen British Columbia, Quebec und Ontario lag die durchschnittliche Entfernung bei 24 km, 35 km und 43 km.

Der Onlinehandel gilt als Alternative zu stationären Verkaufsstellen. Die Konsumenten haben diesen aber bislang nicht so genutzt, wie erhofft. Insgesamt lag der Anteil im ersten Jahr bei 13,3 Prozent des Gesamtabsatzes. Dabei sind die Umsätze, die online generiert wurden, zurückgegangen und haben im September ein Tief von 7,12 Mio. CAD erreicht.

In wenigen Tagen werden neue Cannabisprodukte in Kanada erwartet, wobei das Gros der Produzenten erst im nächsten Jahr entsprechende Produkte in die Regale bringen dürfte.





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