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Netflix-Aktie im Disney+-Dilemma: Wird jetzt ein krasser Strategie-Schwenk erforderlich?

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
13.12.2019, 09:17  |  239   |   |   

Die Aktie von Netflix (WKN: 552484) hat es in diesen Tagen nicht leicht. Der Streaming-Platzhirsch, der über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg seinen Markt weitgehend konkurrenzlos dominieren konnte, bekommt derzeit reichlich Konkurrenz. Nicht nur Apple (WKN: 865985) hat seinen eigenen Streaming-Dienst gestartet. Auch Walt Disney (WKN: 855686) hat mit Disney+ definitiv ein massentaugliches Produkt auf den Markt gebracht.

Disney hat als solches zudem den Vorteil, dass es auf eine ganze Menge beliebten Content zurückgreifen kann, den es anbieten kann. Einige Lizenzvereinbarungen gelten zwar noch und Netflix hat somit eine gewisse Gnadenfrist (auch was den geschätzten Content des Maus-Haus anbelangt), allerdings werden bereits erste Inhalte vom Marktführer abgezogen, weitere werden wohl folgen.

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Netflix wird daher wohl seine Strategie verändern müssen und benötigt dazu viele Eigenproduktionen, die jedoch Geld und Zeit kosten. Allerdings wird es nach der Meinung einer Analystin wohl noch weitere strategische Schwenks geben müssen, wenn der ehemalige Streaming-Platzhirsch im harten Wettbewerb bestehen möchte:

So könnte eine neue Richtung aussehen

Laura Martin heißt die besagte Analystin und sie prophezeit Netflix definitiv keine rosigen Aussichten. Sofern es bei dem Streamer nicht zu einem Umdenken komme, würde ein Großteil der bisherigen Nutzer auf andere Angebote ausweichen beziehungsweise Netflix den Rücken kehren. Bis zu vier Millionen Verbraucher könnten nach Einschätzung von Martin hiervon betroffen sein, was nicht bloß eine geringere Nutzerbasis bedeuten würde, sondern womöglich gar operative Stagnation oder einen Rückgang. Definitiv ein Horrorszenario für die bisherige Wachstumsgeschichte.

Um diesem Schicksal zu entgehen, gäbe es allerdings eine Option, die Netflix womöglich attraktiver werden lassen könnte: Werbung. Netflix sei nämlich aufgrund der aufkommenden Konkurrenz gezwungen, günstigere Angebote zu schalten, um vergleichsweise konkurrenzfähig zu bleiben. Die ausfallenden Einnahmen könne das das Unternehmen hingegen mit Werbung ausgleichen, um sich selbst operativ im Spiel zu halten.

Die bisherige Premium-Variante mit einem Preis zwischen 9 und 16 US-Dollar im US-Markt sei nicht nachhaltig im derzeitigen Wettbewerbsumfeld. Das Unternehmen selbst möchte allerdings weiterhin auf Werbung verzichten, auch um das Fernsehvergnügen der Verbraucher nicht zu beeinträchtigen. Möglicherweise eine gewaltige Zwickmühle, in der der Streamer sich momentan befindet.

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