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Marktkommentar: Apolline Menut (AXA IM): Ausblick Eurozone – Hoffen auf Spillover aus Deutschland
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Marktkommentar Apolline Menut (AXA IM): Ausblick Eurozone – Hoffen auf Spillover aus Deutschland

Nachrichtenquelle: Asset Standard
13.12.2019, 10:25  |  188   |   |   

Die Europäische Zentralbank (EZB) stößt 2020 an ihre Grenzen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) stößt 2020 an ihre Grenzen: „Wir erwarten einen unveränderten Einlagenzinssatz für das gesamte Jahr und zudem keine Fortschritte bei der Integration im Eurowährungsraum in Richtung steuerlicher Gegenseitigkeit oder einer Bankenunion“, lautet das Urteil von Apolline Menut, Ökonomin der Eurozone bei AXA Investment Managers (AXA IM). Erst 2021 seien einige ersehnte Lockerungsmaßnahmen zu erwarten. 

Das Wachstum der Eurozone dürfte sich im Jahr 2020 weiter verlangsamen. Die Hauptfrage für die Zukunft sei, ob der Binnenmarkt belastbar bleibe. „Es bleiben Unsicherheiten bestehen: Die Brexit-Diskussionen konzentrieren sich weiterhin auf die Frage des Übergangs, mit No-Deal-Risiken für Ende 2020. Darüber hinaus ist ein Handelsabkommen zwischen den USA und China nach wie vor nicht greifbar, die Gefahr von US-Zöllen für Kraftfahrzeuge aus der EU bleibt ein Risiko für 2020“, so Menut. Angesichts dieser Unsicherheiten erwartet die AXA-IM-Ökonomin für die kommenden Quartale ein Wachstum, das jeweils um 0,2 Prozent herum schwanke. In Summe ergäben sich 0,7 Prozent Wachstum im Jahresvergleich für das Gesamtjahr 2020, nach 1,2 Prozent 2019 und 1,4 Prozent 2018. 

Belastetes Wachstum, geringe Inflation

„Wir sehen einen leichten Rückgang des privaten Verbrauchs als Folge der verlangsamten Schaffung von Arbeitsplätzen, das real verfügbare Einkommen sinkt, die Sparquote bleibt aber trotz anhaltender Unsicherheit im Aufwind“, führt Menut weiter aus. Die Investitionen dürften 2020 an Dynamik verlieren. Gründe dafür gibt es einige: Das prognostizierte schwächere Wachstum in den USA und China senkt für europäische Firmen den Investitionsanreiz, zudem bleibt das Nettohandelsvolumen ein dämpfender Faktor. Außerdem sinkt die Auslastungsrate, der Bedarf an Kapitalerweiterung oder -aufrüstung schrumpft. Die Kreditnachfrage der Unternehmen hat sich bereits abgeschwächt. Und schließlich dürfte die Rentabilität in einem Umfeld von einem nach wie vor ordentlichen Lohnwachstum und zugleich geringer Produktivität leiden.

Der Ausblick für 2021 hängt laut Menut daher stark von den Wachstumsprognosen für USA und China ab. „Angesichts unseres dortigen düsteren Szenarios sehen wir 2021 in der Eurozone nur ein Wachstum 0,5 Prozent im Jahresvergleich“, so die Expertin. Unterdurchschnittliches Wachstum bedeutet, dass die Inflation in den kommenden Jahren gering bleiben sollte. Die Kerninflation lag 2019 im Jahresvergleich bei 1,0 Prozent. AXA IM erwartet 2020 einen Anstieg auf 1,2 Prozent, gefolgt von 1,1 Prozent im Jahr 2021, da unter anderem eine abnehmende Produktionslücke dem Lohnwachstum entgegenwirken dürfte.

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