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Ölpreise steigen auf Dreimonatshoch - USA und China bestätigen Handelsabkommen
Foto: Pichit Boonhuad - 123rf Stockfoto

Ölpreise steigen auf Dreimonatshoch - USA und China bestätigen Handelsabkommen

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
13.12.2019, 17:49  |  702   |   |   

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Freitag weiter gestiegen und haben nach der Einigung zwischen den USA und China auf ein Handelsabkommen den höchsten Stand seit drei Monaten erreicht. Der Preis für US-Öl stieg in der Spitze bis auf 60,48 US-Dollar und der für Rohöl aus der Nordsee bis auf 65,79 Dollar. Noch höher standen sie zuletzt im September, als ein Angriff auf die Ölindustrie in Saudi-Arabien einen Höhenflug der Ölpreise ausgelöst hatte.

Am späten Nachmittag gaben die Notierungen einen Teil der Gewinne wieder ab. Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 64,73 US-Dollar. Das waren 53 Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) erhöhte sich um 45 Cent auf 59,63 Dollar.

Preistreiber beim Öl war die offizielle Bestätigung einer Einigung im Handelskonflikt zwischen den USA und China. Beide Seiten verständigten sich auf ein Teilabkommen und konnten damit die nächste Runde an geplanten Strafzöllen vorerst abwenden. Das schrieb US-Präsident Donald Trump am Freitag auf Twitter. Auch die chinesische Regierung gab die Einigung am Freitag in Peking bekannt.

Bereits zuvor wurde am Ölmarkt auf eine Einigung spekuliert und die Ölpreise konnten zulegen. Medien hatten übereinstimmend über ein Handelsabkommen berichtet. "Damit ist ein zumindest vorläufiges Ende von nach oben drehenden Zollspiralen besiegelt", kommentierte Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank, die Nachrichtenlage kurz vor dem Wochenende.

Der Handelskonflikt zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt hatte die Ölpreise in den vergangenen Monaten häufig belastet. Grund sind Befürchtungen vor starken weltwirtschaftlichen Auswirkungen, falls der Streit immer weiter eskaliert. Dies würde der konjunkturbedingt ohnehin schwächeren Ölnachfrage einen zusätzlichen Dämpfer versetzen./jkr/fba



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