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Henkel-Aktie knickt ein: Ist das Börsenjahr 2020 etwa jetzt schon gelaufen?!

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
14.12.2019, 09:24  |  206   |   |   

Die Aktie von Henkel (WKN: 604840) hat im Geschäftsjahr 2019 keine besonders gute Figur gemacht. Bereits zum Jahresanfang hat man eine Gewinnwarnung noch für das Vorjahr herausgegeben, was den Aktienkurs erstmals bedeutend einknicken ließ. Allerdings hielten diese Performance und auch weitere Meldungen in diesem Kontext das ganze Geschäftsjahr über an, was diese eigentlich defensive Aktie zu einer Zitterpartie werden ließ.

Auch zum Abschluss des Jahres präsentiert sich der Konsumgütergigant dabei nicht gerade von seiner Schattenseite, sondern muss erneut an seinen Prognosen und Aussichten feilen. Werfen wir in diesem Sinne heute einen Foolishen Blick auf die aktuellen Meldungen und schauen einmal, ob womöglich das kommende Geschäftsjahr 2020 jetzt schon gelaufen ist.

Das müssen Investoren zu 2019 und 2020 wissen

Wie Henkel nun unter anderem verkündet hat, sei das aktuelle Geschäftsjahr 2019 weiterhin von den operativen Schwierigkeiten und einem schwierigeren Geschäftsumfeld geprägt gewesen. Hohe Investitionen ins Marketing hätten demnach ergebniswirksam belastet, was in diesem Jahr voraussichtlich zu einem Ergebnis je Aktie in Höhe von 5,45 Euro führen werde. Allerdings hatte sich diese Entwicklung ja bekanntlich bereits im Vorfeld abgezeichnet.

Neu dürfte für die meisten allerdings sein, wie das bisherige und teilweise scheidende Management nun die Aussichten für 2020 bewertet. Demnach werde die operative Marge innerhalb dieser Handelszeit weiter sinken und voraussichtlich lediglich noch 15 % betragen. Im derzeitigen und bereits durchwachsenen Geschäftsjahr 2019 lag dieser Wert jedoch voraussichtlich noch bei 16,2 %, was definitiv eine signifikante Verschlechterung in Aussicht stellt.

Auch das bereinigte Ergebnis je Aktie werde entsprechend um einen mittleren bis höheren einstelligen Prozentwert zurückgehen, was hier ebenfalls auf das Gemüt der Investoren drücken dürfte. Besonders brisant hierbei: Noch vor ca. einem Jahr rechnete das Management hier weiterhin mit einem Wachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Entsprechend groß scheint daher die Diskrepanz zwischen den damaligen Prognosen und den jetzigen Einschätzungen zu sein, was die Investoren mit Sicherheit nicht erfreuen wird. Genauso wenig wie die Aussicht auf einen operativen Rückgang.

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