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Ölaktien Royal Dutch Shell, BP & Co.: Steht etwa ein weiteres durchwachsenes Jahr 2020 bevor?

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
14.12.2019, 09:31  |  578   |   |   

Ölaktien wie Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S), BP (WKN: 850517) und auch weitere prominente Namen konnten im noch aktuellen Börsenjahr 2019 nicht sonderlich durchstarten. Bedingt durch durchwachsene Aussichten und niedrigere Ölpreise konnten diese Namen nicht an die Erfolge der Vergangenheit anknüpfen. Ölpreisniveaus von zwischenzeitlich über 80 US-Dollar je Barrel Brent waren in diesem Jahr jedenfalls nicht an der Tagesordnung.

Das hat auch die Gewinne derartiger Konzerne teilweise einbrechen lassen. Allerdings auch in einigen Fällen durch hausgemachte Probleme, denn die Ölpreisniveaus jenseits der 60-US-Dollar-Marke je Barrel Brent waren unterm Strich eigentlich ausreichend, um üppige Gewinne einzufahren, die zumindest für die Dividenden ausreichend gewesen sein sollten.

Möglicherweise bringt auch das kommende Börsenjahr 2020 keine signifikante Besserung. Zumindest keine Ölpreise, die wieder auf Rekordkurs sind. Jedenfalls nicht, wenn man aktuellen Prognosen Glauben schenken mag.

Das Angebot soll die Preise bremsen

Sofern es nach der Meinung von Experten und Marktbeobachtern geht, befindet sich der Ölmarkt auch im kommenden Börsenjahr in einer angespannten Situation. Demnach werde ein hohes Angebot das weitere Aufwärtspotenzial begrenzen, weshalb die Preise nicht signifikant steigen dürften. Definitiv eine brisante These.

Insbesondere die USA seien an einem weiterhin hohen Angebot schuld. Durch Förderungen auf Rekordniveau würden die derzeitigen Maßnahmen der OPEC weitgehend verpuffen, die Förderkürzungen werden jedenfalls nicht ausreichend sein, um das Angebot zu kompensieren. Das werde hier mindestens zu einer Pattsituation führen, so die Prognosen der Analysten.

Erschwerend komme hinzu, dass die Weltwirtschaft weiterhin schwächle, was die Nachfrage nicht bedeutend ankurbeln werde. Auch von dieser Seite könnten daher keine weiteren Preissteigerungen erfolgen, was entsprechend die Aussichten für Ölkonzerne wie Royal Dutch Shell, BP und Co. deckeln sollte.

Möglicherweise werde sogar ein Überangebot im kommenden Börsenjahr 2020 den Markt dominieren, zumindest seien hohe Lagerbestände in den USA derzeit ein starker Indikator für diese These. Vielleicht wird der Ölmarkt im kommenden Jahr daher wieder etwas volatiler. Investoren können sich daher auf einen weiteren wilden Ritt gefasst machen.

Es ist bloß eine Prognose, unter gewissen Prämissen

Trotz aller Unkenrufe handelt es sich bei dieser Einschätzung jedoch bloß um eine Prognose, die gewisse Schwächen aufweisen kann. Und keinen allzu starken Einfluss auf Ölakteure wie Royal Dutch Shell, BP und Co. haben muss.

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