DAX+1,41 % EUR/USD-0,28 % Gold+0,57 % Öl (Brent)0,00 %

Wirecard-Aktie Wirecard-Aktie vor einem Absturz

Gastautor: Christian Lukas
14.12.2019, 18:19  |  21697   |   |   

Wirecard bietet Lösungen für den elektronischen Zahlungsverkehr inklusive Risikomanagement und Ausgabe von Kreditkarten an. Die Liste der Top-Kunden wird stetig größer und führt zu außerordentlichem Unternehmenswachstum. Noch im September beeindruckte zum Beispiel der Deal mit UnionPay, denn es handelte sich um den weltweit größten Kreditkartengeber mit mehr als 28 Millionen Handelspartnern. UnionPay ist die chinesische Kreditkartenfirma! Sie wird von fast allen asiatischen Unternehmen akzeptiert.
Die Geschäftsverbindung mit Wirecard ist lukrativ, denn UnionPay möchte global wachsen und benötigt dazu das technische Know-how von Wirecard. Mit jeder globalen Transaktion bei UnionPay kann Wirecard eine kleine Gebühr bei sich verbuchen.

Ein Aktienrückkaufprogramm ist geplant

Wirecard mit festem Hebel folgen [Werbung]
Ich erwarte, dass der Wirecard steigt...
Ich erwarte, dass der Wirecard fällt...

Verantwortlich für diese Werbung ist die Deutsche Bank AG. Die Wertpapierprospekte und Basisinformationsblätter zu diesen Produkten erhalten Sie über www.xmarkets.db.com. Disclaimer

Mit Hilfe einer großen Unternehmensanleihe hat Wirecard kürzlich 500 Millionen Euro eingenommen. Damit sollen alte Bankschulden reduziert werden und ein Großteil des Betrages für ein Aktienrückkaufprogramm genutzt werden.

Oberflächlich könnte man meinen, dass die Aktie senkrecht ansteigt.

Sind die Handelsbücher manipuliert oder nicht?

Die fundamentalen Rahmenbedingungen für das Unternehmen sind erstklassig. Hinsichtlich des Wachstumspotenzials ist Wirecard vermutlich das beste DAX-Unternehmen. Die Welt um Wirecard könnte so rosig sein, wenn die Financial Times nicht ständig in die „Suppe spucken“ würde. In den vergangenen Monaten gab es wiederholt Anschuldigungen, die schwerwiegend sind. Es geht um falsche Angaben zum Umsatz, Gewinn und fehlerhafter Buchhaltung.

Wirecard versuchte die Vorwürfe stets zu entkräften, doch langsam gehen die Argumente aus. Endgültige Gegenbeweise fehlen immer noch, so dass die Financial Times hartnäckig bleibt. Inzwischen geht die Financial Times sogar von einem systematischen Betrug aus.

Eine Sonderprüfung soll Sicherheit bieten

Der CEO Markus Braun beauftragte eine unabhängige Wirtschaftsberatungsgesellschaft (KPMG), um die Seriosität von Wirecard zu beweisen. Die Sonderprüfung läuft noch und Ergebnisse können noch nicht mitgeteilt werden.

Die Wirtschaftswoche auf der Spurensuche

In der neuesten Ausgabe des Wochenmagazins Wirtschaftswoche geht man nun detaillierter auf die Vorwürfe ein. Die britische Financial Times behauptet, das Wirecard mit einer arabischen Firma namens „Al Alam“ riesige Umsätze macht. Nur im Jahr 2016 wurde rund die Hälfte des Wirecard-Gewinns mit Al Alam erzielt. Die Wirtschaftswoche versuchte deshalb, die Firma in Dubai zu besuchen. Dabei staunte man, dass die Firma nur aus einem kleinen Büro besteht. Selten sind Mitarbeiter anzutreffen. Eine zusätzliche Nachfrage bei anderen internationalen Zahlungsdienstleistern ergaben keine weiteren Kenntnisse. Al Alam ist nicht bekannt.

Seite 1 von 2
Wirecard Aktie jetzt für 4€ handeln - auf Smartbroker.de



Diesen Artikel teilen
Wertpapier

Mehr zum Thema
Klicken Sie auf eines der Themen und seien Sie stets dazu informiert. Mehr Informationen hier.
EuroAktienHandelDAXFinancial Times


7 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Kommentare

Die Aktie ist spottbillig. Jeder (ausgenommen Shortseller) sind mehr als naiv, wenn sie irgendwelche Stücke andienen bei solch kaputten Preisen!!! Bombige Zahlen, extrem niedrige Bewertungen und keinerlei Beweise betreffend Betrug allemal rechtfertigen solche einen dezimierten Kurs! Die Aktie müsste im Vergleichsumfeld bei >250€ liegen. Subtrahiert man 20% wegen möglicher Verletzungen ein, müsste der Kurs mindestens noch bei über 200€ liegen. You must be a fool to sell at this moment!
auch wie immer diese ausfallen, beeinflussen auf alle Fälle den Kurs, davon leben ja die Kurse, wenn man es so sagen darf. Das bei WC ständig ins Negative berichtet wird liegt auch daran das es kaum eine vernünftige und nachvollziehbare Erklärung von WC selbst kommt. Hier kann nur das Testat der Zahlen dazu beitragen ob man weiter investiert bleiben sollte (Story) oder diesen Wert nicht berücksichtigen sollte. Alles andere ist reine und hohe Spekulation und das in einem DAX Wert. Sehr sehr Merkwürdig.
Zitat von Citizen_Caine: Leider wird über Wirecard sehr unprofessionell berichtet. Die Schreiber haben keinerlei Ahnung! In einer Situation wie der bei Wirecard, wo mit gezielten Falschmeldungen die Kurse zugunsten von Shortsellern manipuliert werden, funktioniert Charttechnik nicht. Es ist doch für den objektiven Beobachter offensichtlich, daß hier ein Schmierentheater zwischen Shortsellern und Medien aufgeführt wird: am Morgen erhöhen die Shortseller die Positionen, am Nachmittag wird die nächste Sau durchs Dorf getrieben. So zuletzt der unqualifizierte Beitrag der Tübinger Kanzlei Tilp in Börse-Online, die Ähnlichkeiten zu Steinhoff (dem schief hängenden Möbelverkäufer) sehen wollen. Das ist allerdings nur ein Ausweis an Inkompetenz, denn diese Parallele kann man nur bei grober Unkenntnis aller Bereiche ziehen!
Steinhoff ist ein untergehender Dampfer, Wirecard dagegen eine aufsteigende Rakete! Von Anwälten zumindest, hätte ich gerade in diesem Punkt professionelles Vorgehen erwartet – das heißt: forensisches Denken! Und das heißt, daß man sich zunächst Klarheit über das mögliche Motiv einer vermuteten Tat verschafft. Bei Steinhoff ist klar: den Untergang abzuwenden. Bei Wirecard dagegen wäre es masochistischer Selbstmord: warum sollte man in einer Unternehmung, die erwiesenermaßen deutlich überdurchschnittlich – ja exponentiell – wächst, in einer Branche wo alle Mittbewerber sehrt starke Wachstumsraten aufweisen, sich noch ein paar Prozente oben drauf satteln wollen durch Bilanzfälschung und damit die Firma als Ganzes zu gefährden und sich selbst der Strafbarkeit aussetzen. Schlicht absurd und damit ist bewiesen, daß es so nicht ist. Einen Beweis gibt es auch schon: Financial Times präsentiert Excel-Sheets als Beweise. Der Witz ist aber, daß Firmen dieser Größe ihre Bilanzen nicht auf Excel erledigen. Dafür gibt es Spezialsoftware, die direkt mit dem Steuerbüro verbunden ist!! Herr lass Hirn regnen!! Und verbrenne den kriminellen Manipulatoren die Finger. Kleinanleger mit zittrigen Händen wurden dadurch schon um Mrd. geschädigt!


Du hast in allen Punkten Recht. Der Beitrag bei boerse-online von Rechtsanwalt Maximilian Weiss ist an Unqualifiziertheit kaum zu überbieten. Wenn er wirklich von Börse so wenig Plan hat, sollte er sich lieber auf Mietrecht und Verkehrsrecht spezialisieren.

Disclaimer