Apple will tatsächlich Space-Internet vorantreiben

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
31.12.2019, 17:33  |  674   |   |   

Es ist mittlerweile über zweieinhalb Jahre her, dass Investoren von Apples (WKN: 865985) Space-Ambitionen gehört haben. Im Jahr 2017 hatte das Unternehmen zwei hochrangige Führungskräfte von Alphabet abgeworben, John Fenwick und Michael Trela, die sich bei Google auf Satelliten- und Raumfahrtprojekte spezialisiert hatten. Die einzig logische Erklärung dafür war, dass Apple Space-Internet in Betracht zog – also die Bereitstellung von Daten durch eine Konstellation von geosynchronen Satelliten –, um mit den Netzwerken zu konkurrieren, die SpaceX, Facebook und Amazon.com derzeit aufbauen.

Es gibt triftige Gründe für Apple, ins Weltrauminternet einzusteigen und Abo-Gelder aus Datenplänen zu generieren, die sich auf rund 750 USD pro Jahr belaufen könnten (so jedenfalls die Schätzungen von SpaceX für die eigenen Pläne). Schauen wir doch mal, was aus Apples Ambitionen in den vergangenen Jahren geworden ist.

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Blick zu den Sternen

Laut Bloomberg hat Apple sein Team von Weltrauminternetingenieuren auf rund ein Dutzend Mitarbeiter aus der Luft- und Raumfahrtindustrie aufgestockt. Die Gruppe, die von Fenwick und Trela geleitet wird, hofft, das Projekt innerhalb der nächsten fünf Jahre zu starten, obwohl sich dieser Zeitrahmen aufgrund des experimentellen Charakters immer wieder ändern könnte. Zu den weiteren Mitarbeitern gehören erfahrene Leute aus der Branche, die viel Erfahrung mit Wireless-Technologien, Content Delivery Networks (CDNs) und Kommunikationssatelliten haben.

Apple könnte die Idee locker einfach verwerfen, auch wenn CEO Tim Cook laut Bericht daran interessiert ist, am Ball zu bleiben. Neben der Bereitstellung von Daten von den Sternen könnte Apple die Satelliten möglicherweise auch für andere Zwecke nutzen, beispielsweise für die Verbesserung der Genauigkeit von Standortdaten, die für Kartierungen und andere Funktionen verwendet werden.

Das Apple-Netzwerk

Steve Jobs träumte bekanntlich davon, einen Mobilfunkanbieter zu schaffen, noch lange bevor Apple das erste iPhone im Netzwerk von AT&T auf den Markt brachte. Jobs hatte die Idee, unlizensierte Funkfrequenzen zu nutzen, in denen derzeit Wi-Fi betrieben wird, um ein Netzwerk mit weniger Regulierungsaufwand zu schaffen, aber die Idee scheiterte aus verschiedenen Gründen.

Damals wäre es viel zu riskant gewesen, zig Milliarden Dollar für die Schaffung eines WLAN-Netzwerks auszugeben, aber dank Apples rund 900 Millionen iPhones auf der ganzen Welt hat der Technikgigant viel mehr Einblick in die Risiken und Vorteile dieses Teils der Wertschöpfungskette.

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