E-Mobilität Automobilanalyst Jürgen Pieper: „VW bleibt unser Favorit unter den Autoherstellern: Unser 12-Monats-Kursziel lautet 250 EUR“

07.01.2020, 13:56  |  19863   |   |   

Volkswagen-Chef Herbert Diess meint es anscheinend ernst mit dem Umbau von VW zum E-Auto-Giganten: In den nächsten vier Jahren wollen die Wolfsburger weitere elf Milliarden Euro in die E-Mobilität investieren, heißt es in einer Präsentation für Kapitalanleger vom Dezember 2019. Analysten glauben ebenfalls, dass VW zu einem führenden Anbieter von batterieelektrischen Autos werden könnte.

Jürgen Pieper, Senior Advisor Automobil beim Bankhaus Metzler, erklärte exklusiv gegenüber wallstreet:online: „In der Tat ist VW auf dem Weg, der führende E-Mobilitätsanbieter zu werden. Ich denke, innerhalb der nächsten zwei Jahre schaffen sie das. Der ID.3 wird der Einstieg ins Massengeschäft mit E-Autos sein. Allerdings verzögert sich der Start des ID.3 wie auch derjenige vieler anderer E-Mobile etwas. Die Konsequenz, mit der VW vorgeht, ist bei den anderen deutschen OEMs nicht zu sehen. VW bleibt unser Favorit unter den Autoherstellern. Unser Zwölf-Monats-Kursziel lautet 250 EUR.“

Andere Analysten sind bei Volkswagen ebenfalls optimistisch: Die US-Banken Goldman Sachs und JPMorgan hoben gestern beide ihr Kursziel für die Volkswagen-Vorzugsaktien an und beließen ihre Einstufung auf "Buy" bzw. "Overweight". Das neue Kursziel von Goldman Sachs für die VW-Aktie ist 194 Euro. JPMorgan hob das Kursziel für VW sogar von 176 auf 203 Euro an, so die dpa.

Bis 2025 will Volkswagen weltweit jährlich eine Million Stromer verkaufen, berichtet das Handelsblatt. Dies soll insbesondere durch den „Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB)“ von VW, ein Baukastensystem für Elektroautos, ermöglicht werden. Mit dem MEB sollen Flexibilität und Effizienz beim Elektrofahrzeugbau erhöht werden. Zudem will sich Volkswagen durch eine eigene Batteriezellenfertigung im Volkswagenwerk in Salzgitter unabhängig von externen Batterieherstellern machen.

Ferdinand Dudenhöffer, Automobilexperte der Universität Duisburg-Essen, glaubt sogar, dass es VW dank des MEB mit anderen reinen E-Autobauern wie beispielsweise Tesla aufnehmen könnte. Zum Produktionsstart des Volkswagen ID.3 im November 2019, erklärte der Automobilexperte gegenüber wallstreet:online, dass VW nun auf Tesla-Niveau stehe.

Tatsächlich steigt die Nachfrage nach E-Autos in der EU deutlich: Vom ersten bis zum dritten Quartal 2019 wurden in der gesamten EU 400.000 batterieelektrische Autos und Plug-in-Hybride verkauft. Das ist ein Anstieg von mehr als 39 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum berichtet EV-volumes.com, ein Anbieter von weltweiten E-Auto-Verkaufsstatistiken.

Ein wesentlicher Treiber dieses Trends ist die strikte CO2-Regulierung der EU im Automobilsektor: Ab 2021 dürfen die durchschnittlichen Emissionen aller Neuwagen eines Herstellers nur noch bei 95 Gramm CO2 pro Kilometer liegen, ansonsten drohen hohe Milliardenstrafen. E-Autos helfen den Autobauern diesen Wert einzuhalten. Laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) ist die PKW-CO2-Regulierung der EU die weltweit schärfste.

Autor: Ferdinand Hammer



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Tesla kann er offenbar nicht mehr empfehlen, denn Tesla hat sich im letzten halben Jahr mehr wie verdoppelt, der eigene Kräutergarten, Volkswagen für das Volk, ich selber besitze aber Tesla. Ob die Volkswagen Strategie aufgeht, ist nicht sicher, denn Tesla ist zehnmal schneller und der Vorsprung ist gigantisch

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