GESAMT-ROUNDUP: Iran schlägt gegen USA zurück - Flugzeugabsturz nahe Teheran
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GESAMT-ROUNDUP Iran schlägt gegen USA zurück - Flugzeugabsturz nahe Teheran

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
08.01.2020, 08:03  |  2213   |   |   

TEHERAN/WASHINGTON (dpa-AFX) - Ein iranischer Vergeltungsangriff auf US-Soldaten im Irak schürt die Angst vor einer weiteren Eskalation und einem möglichen neuen Krieg im Nahen Osten. Das Pentagon bestätigte Attacken auf die vom US-Militär genutzten Stützpunkte Ain al-Assad westlich von Bagdad und im nördlich gelegenen Erbil in der Nacht zum Mittwoch. Der Iran bezeichnete die Raketenangriffe als "Akt der Selbstverteidigung" nach der Tötung des iranischen Top-Generals Ghassem Soleimani durch einen US-Luftschlag. Kurz darauf stürzte nahe Teheran ein ukrainisches Passagierflugzeug mit über 170 Insassen ab, die Rettungskräften zufolge allesamt ums Leben kamen. Ob es einen direkten Zusammenhang mit der militärischen Eskalation zwischen den USA und dem Iran gibt, ist noch offen.

Die Lage am Persischen Golf ist extrem angespannt, seit die USA den ranghohen Militärstrategen Soleimani vergangene Woche bei einem Drohnenangriff in der irakischen Hauptstadt Bagdad gezielt töteten. US-Präsident Donald Trump drohte den Iranern danach mit drastischen Konsequenzen im Falle eines Gegenangriffs.

Nach den Raketenangriffen aus der Nacht äußerte sich Trump zunächst nicht dazu, wie die USA darauf reagieren würden. Stattdessen schrieb er auf Twitter "Alles ist gut!" und kündigte eine Stellungnahme am Mittwochmorgen (Ortszeit) an. Derzeit würden mögliche Opfer und Schäden bewertet, fügte er hinzu. Und: "Wir haben das stärkste und am besten ausgestattete Militär überall auf der Welt, bei weitem!". Zuvor hatte er seine wichtigsten Minister zu einer Krisensitzung im Weißen Haus empfangen. Nach dem verheerenden Flugzeugabsturz, der laut der iranischen Luftfahrtbehörde auf einen technischen Defekt zurückgehen soll, äußerte sich Trump nicht mehr öffentlich.

Die iranischen Revolutionsgarden teilten mit, bei der "Operation Märtyrer Soleimani" sei der mit 35 Raketen attackierte Luftwaffenstützpunkt Ain al-Assad "vollständig zerstört" worden. Der Angriff mit ballistischen Boden-Boden-Raketen auf die "von den Amerikanern besetzte" Basis sei "in jeder Hinsicht ein voller Erfolg" gewesen.

Im Irak sind auf mehren Stützpunkten rund 5000 US-Soldaten stationiert, die das internationale Militärbündnis gegen die Terrormiliz IS anführen. "Diese Stützpunkte sind wegen Hinweisen auf geplante Angriffe des iranischen Regimes auf unsere Truppen und Interessen in der Region in hoher Alarmbereitschaft gewesen", hieß es aus dem US-Verteidigungsministerium.

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falls es wirklich zu einem Krieg kommt, dann wird sicher ein großer Teil ein Cyberkrieg werden. Also mit unbemannten Drohnen von beiden Seiten.

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