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Der DAX zum ersten Verfallstag 2020

Gastautor: Sven Weisenhaus
14.01.2020, 09:36  |  1390   |   |   

Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

obwohl es in der Vorwoche schon den ersten Aufreger des Jahres – auch an den Börsen – gegeben hat, dürften viele Anleger nach dem Jahreswechsel erst allmählich wieder auf „Betriebstemperatur“ hochgefahren sein. Und kaum warm geworden, steht uns auch schon der erste (kleine) Verfallstag des Jahres am Freitag dieser Woche ins Haus. Und ausgerechnet er könnte für die jüngsten Kursbewegungen verantwortlich sein.

Eine selten klare Verfallstagspositionierung

Denn die Konstellation zu diesem bevorstehenden Verfallstag ist so klar wie lange nicht – zumindest was die Positionsverteilung betrifft. Im folgenden Verfallstagsdiagramm habe ich das trotzdem noch einmal farblich hervorgehoben:

DAX mit festem Hebel folgen [Werbung]
Ich erwarte, dass der DAX steigt...
Ich erwarte, dass der DAX fällt...

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Verfallstagsdiagramm DAX Januar 2020

Es gibt zunächst zwei Bereiche, die ganz klar bullish bzw. bearish sind (grün/rot): Oberhalb von 13.500 Punkten befinden sich faktisch nur noch Call-Positionen (blaue Balken), unterhalb von 13.000 Punkten sind es nur noch Put-Positionen (rote Balken).

So erklären sich das Hoch und Tief der Vorwoche!

Et violà! Schon haben wir die Kursextreme der Vorwoche erklärt, denn genau an diesen Marken bildeten sich das Tief und das Hoch im DAX (siehe Pfeile im DAX-Chart unten). Für die Stillhalter der Calls über 13.500 Punkte und der Puts unter 13.000 Punkte besteht also kein Grund einzugreifen, solange sich der DAX innerhalb dieser Grenzen aufhält. Die entscheidende Frage ist also, wie es mit der Positionsverteilung innerhalb dieses Bereichs aussieht.

Und hier gibt es bemerkenswerterweise eine weitere Zweiteilung: Zwischen 13.000 und 13. 300 Punkten liegen relativ große Call- und Put-Positionen (gelber Bereich), während darüber bis 13.500 Punkte eine relative Leere an Positionen herrscht.

Sofern der DAX unter 13.300 Punkte fällt, könnte der Abbau von Absicherungen auf Calls und Aufbau von Absicherungen auf Puts den DAX schnell weiter nach unten treiben. Umkehrt würde ein Wiederanstieg des DAX-Kurses in der gelben Zone den Kurs hochtreiben, wenn der Auf- und Abbau der Absicherungen in umgekehrter Richtung abläuft. Nur in dem schmalen Band zwischen 13.300 und 13.500 Punkten besteht aus Sicht der Verfallstagspositionierungen kein Druck auf den DAX.

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