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3 ETF-Fehler, die dich ruinieren können!

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
14.01.2020, 09:37  |  887   |   |   

Das Investieren in ETFs ist grundsätzlich eine einfache und bequeme Sache. Und um gleich an dieser Stelle etwas reißerische Panik aus der Schlagzeile herauszunehmen: Wer langfristig, das heißt über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg und marktüblich diversifiziert in die Passivfonds investiert, bestenfalls über Sparpläne, wird wohl wenig falsch machen können. Sowie über einen längeren Zeitraum auch eine Rendite erwarten können.

Nichtsdestoweniger existieren einige grundlegende Weichen, die einen auch hier ruinieren können. Lass uns das im Folgenden daher mal etwas näher beleuchten und auf Fallstricke achten, die Investoren vielleicht besser meiden sollten.

1. Du agierst zu speziell

Ein erster Weg, sich möglicherweise einer Gefahr auszusetzen, kann eine zu starke Spezialisierung sein. Grundsätzlich kann ein Abweichen von der marktüblichen Norm zwar mit zusätzlichen Chancen verbunden sein. Allerdings auch mit bedeutenden Risiken.

Während es auch hier normale Spezialisierungen wie beispielsweise auf globale Dividendenaristokraten gibt, die noch sinnvoll sind und langfristig irgendwo doch den Markt abbilden können, existiert natürlich auch die Möglichkeit, lediglich in gewisse Bereiche zu investieren. Vielleicht sogar in solche, wo man die grundsätzlichen Chancen und Risiken nicht kennt.

Wer beispielsweise auf Branchen oder umstrittene, weniger zuverlässige Regionen spezialisiert ist, wird ein größeres Risiko besitzen und hat auch die Möglichkeit, Verluste einzufahren. Die Chance einer höheren Rendite ist hier ebenfalls stets mit höheren Risiken und der Möglichkeit einer Fehlinvestition verbunden, das sollte man dabei bedenken.

Je nach Spezialisierung und Risikoneigung können sogar heftige Verluste in einigen Märkten bevorstehen, die nur schwer über einige Jahre hinweg wieder aufgeholt werden können. Insbesondere einige Branchen können schließlich branchenspezifischen Gegenwind bekommen, der hier ruinöse Ausmaße annehmen kann. Man denke nur derzeit an die Zigarettenindustrie, deutsche Versorger der letzten Jahre oder auch deutsche Bankaktien.

2. Eine thematische Abgrenzung

Eine zweite Weichenstellung, die möglicherweise zu fatalen Fehleinschätzungen führt, könnte außerdem mit dem jeweiligen ETF-Ansatz verbunden sein. Beziehungsweise dem Stil, dem man als ETF-Investor hier irgendwo nacheifert.

Ich beispielsweise habe so mein Problem damit, Value-Aktie in reiner Form toll zu finden. Für mich sind klassische Passivfonds, die Value im Titel tragen, häufig ein Sammelsurium von lediglich günstigen, fundamental bewerteten Aktien, wovon ein großer Anteil häufig als Rohrkrepierer gilt. Womöglich sogar häufiger als bei einem marktüblichen Ansatz, wo auch einige günstige Aktien und wenig aussichtsreiche Vertreter mit in den marktbreiten Mix aufgenommen werden.

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