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Gazprom-Aktie: So groß ist das Risiko jetzt wirklich!

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
14.01.2020, 09:50  |  999   |   |   

Die Aktie von Gazprom (WKN: 903276) bleibt weiterhin in gewisser Weise ein Spielball des internationalen Pokers rund um die umstrittene Nordseepipeline Nord Stream 2. Die US-Sanktionen haben in dieses Vorhaben doch reichlich Wirbel gebracht, insbesondere seitdem das mit dem Bau beauftragte Unternehmen sich von der Fertigstellung distanziert hat. Das führt hier mindestens zur Verzögerungen bei der Fertigstellung.

Nichtsdestoweniger sind die Verzögerungen hier kein Beinbruch, was insbesondere auf die bereits bestehende Nord-Stream-1-Röhre zurückgeführt werden kann. Der Markt in Europa bleibt daher gesichert, auch wenn die Kapazitäten einer Pipeline inzwischen doch sehr begrenzt zu sein scheinen.

Investoren scheinen dennoch mit dem politischen Risiko dieser doch vergleichsweise günstigen und dividendenstarken Aktie zu ringen. Aber auch zu Recht? Nachdem Russlands Präsident Wladimir Putin diesbezüglich eine Einschätzung abgegeben hat, folgt nun mit Konzernchef Alexej Miller ein weiterer, der hier einige interessante Töne bezüglich der Tragweite von Nord Stream 2 von sich gibt.

Eine ähnliche Richtung wie bereits Putin

Dabei betont Miller ebenfalls, dass bei Gazprom trotz der US-Sanktionen eigentlich alles paletti bleibt. Wie gesagt: Die Fertigstellung von Nord Stream 2 wird sich geringfügig verzögern und auch der Konzernchef bringt das aktuelle Jahresende beziehungsweise eine Finalisierung rund um den nächsten Jahreswechsel ins Spiel. So weit eigentlich nichts Neues.

Nichtsdestoweniger äußert sich Miller hierbei auch zum generellen Risiko, was die Tragweite der Sanktionen anbelangt. Demnach würde man den Bau notfalls auch alleine stemmen können (was Putin ebenfalls bereits angedeutet hat), ein technisches Risiko bestünde daher durch die eigenen Kapazitäten, auf die man zurückgreifen könne, nicht.

Auch ein nun ins Spiel gebrachter Rückzug der bisherigen Partner, zu denen unter anderen der DAX-Konzern BASF oder auch die britisch-niederländische Dividendenperle Royal Dutch Shell zählen, würde das Vorhaben demnach nicht mehr verhindern können. Auch ohne ausländische Partner könne man im Endeffekt die Pipeline, die bereits zu weiten Teilen fertig ist, betreiben, wie Miller in diesem Kontext noch einmal mit Nachdruck betonte. Gewiss eine bemerkenswerte Einschätzung.

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