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Forex-Report China setzt unerwartet positive Akzente 

Gastautor: Folker Hellmeyer
14.01.2020, 10:26  |  749   |   |   

Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1,1137 (07:02 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1,1111 im europäischen Geschäft markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 110,06. In der Folge notiert EUR-JPY bei 122,57. EUR-CHF oszilliert bei 1,0816.

China als weltgrößte Volkswirtschaft (Basis Kaufkraftparität) setzte in den letzten 24 Stunden unerwartete positive Akzente. 

Wider aller Erwartungen legten die Exporte sportlich um 7,6% per Dezember im Jahresvergleich zu (Höchstwert seit März 2019). Die Prognose war bei nur 3,2% angesiedelt. Der Importhunger war markant, nahezu massiv. Hier ergab sich ein Anstieg um 16,3% (Prognose 9,6%) und damit der höchste Wert seit Oktober 2018. 

Wir wollen hier nicht ein Monatsdatum zu hoch hängen, aber diese Daten dürfen als Ermutigung interpretiert werden, dass in den strukturell stark aufgestellten Ländern die endogenen Konjunkturkräfte unverändert ausgeprägt sind (siehe Jahresausblick 2020 SOLVECON-INVEST) trotz der von den USA ausgehenden  Aggressionen gegen Länder und Institutionen.

Der zweite Teil der positiven Nachrichten um China herum wurde aus Washington geliefert. China manipuliert laut US-Definition nicht am Währungsmarkt, um sich Vorteile gegenüber den USA zu verschaffen. 

Der dritte Teil der positiven Nachrichten betrifft die positive Erwartungshaltung über die anstehende Unterzeichnung des ersten Teilabkommens im Rahmen des Handelsdeals USA/China.

Bei aller Freude weisen wir darauf hin, dass auch mit der voraussichtlich anstehenden Teileinigung die Konflikte der USA mit bedeutenden aufstrebenden Ländern, die sich nicht den Ansprüchen der USA unterwerfen, und der EU nicht abgeschlossen sind. Ein Thema ist aber fraglos in der Komplexität temporär entschärft. Das freut uns und nährt Hoffnungen auf weisere zukünftige Politik!

Konfliktlösung Libyen interessant!

Die politischen Machtachsen sind in Bewegung, nachdem die finanzökonomische Machtachsenverschiebung zu Gunsten der aufstrebenden Länder längst weit fortgeschritten ist. 

Erfordert das von der EU und Deutschland geistige Flexibilität oder reflexartiges Verhalten nach dem Muster der Vergangenheit? 

Sind die jüngsten Entwicklungen in Frankreich und Deutschland bezüglich der Außenpolitik Anzeichen eines Bruchs der Reflexe der Vergangenheit in Europa? 

Bezüglich der Konfliktlösung in Libyen sind zukunftweisende Tendenzen erkennbar. Die USA waren ein wesentlicher Verursacher des Umsturzes in Libyen (Rolle Hillary Clintons als US-Außenministerin). 

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