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Marktkommentar: Charles de Quinsonas (M&G): Geopolitische Risiken - 2020
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Marktkommentar Charles de Quinsonas (M&G): Geopolitische Risiken - 2020

Nachrichtenquelle: Asset Standard
14.01.2020, 11:35  |  258   |   |   

Auch 2020 werden geopolitische Risiken eine große Rolle spielen. Darunter „die größte Krise, über die niemand spricht”.

06.01.2020 - Das vergangene Jahr war für die Schwellenländer sehr ereignisreich: US-Zölle/Sanktionen, Regimewechsel in vielen Staaten, allgemeine Massenproteste und Carlos Ghosn, der am allerletzten Tag des Jahres aus Japan in den bald zahlungsunfähigen Libanon flüchtete!

Auch 2020 werden geopolitische Risiken eine große Rolle spielen. Wir haben einige der wichtigsten Risiken für die Schwellenländer zusammengestellt, darunter „die größte Krise, über die niemand spricht”. Den Brexit haben wir absichtlich außen vor gelassen.

Spannungen im Persischen Golf:

Man versteht, wie bedeutend geopolitische Risiken sind, wenn ein paar einfache Drohnen 5% der weltweiten Ölversorgung (oder 50% der Ölkapazität Saudi-Arabiens) über Nacht stilllegen können. Dies geschah im September 2019 und erinnerte nicht nur daran, wie zerbrechlich der Status quo im Persischen Golf ist, sondern auch an die weitreichenden Auswirkungen, die jede Art von Eskalation für den Rest der Welt haben könnte, wenn der Preis für Rohöl am Tag nach dem Drohnenangriff um 15% steigt. Auch wenn die Krise in der Straße von Hormus in der zweiten Jahreshälfte 2019 abgeflaut zu sein scheint, werden die Parlamentswahlen im Iran im Februar 2020 nach zwei Jahren mit einseitigen Sanktionen der USA (seit Mai 2018) von einer scharfen wirtschaftlichen Rezession flankiert (der IWF prognostiziert einen Rückgang des BIP-Wachstums um -9,5% im Jahr 2020). Die Wahlen könnten die Spannungen in diesem Jahr durchaus wieder aufleben lassen, und eine Eskalation im Nahen Osten könnte erhebliche Auswirkungen auf die Vermögenspreise in der Region haben, da die Risikoprämie in einigen höher bewerteten Ländern wie Saudi-Arabien, Katar, Kuwait oder den Vereinigten Arabischen Emiraten nach wie vor relativ niedrig ist. Einige schwächere Länder wie Bahrein oder Länder mit sich verschlechternden Kreditbedingungen wie der Oman sind noch anfälliger. Ein weiterer Anlass zur Sorge bietet außerdem der Irak, wo die öffentliche Unzufriedenheit aufgrund von Korruptionsvorwürfen gegenüber der Regierung rapide zunimmt. Die Wahlen im Jahr 2020 sind ein mögliches Szenario, und der Einfluss Saudi-Arabiens im Land hat zugenommen, um die angebliche Kontrolle des Iran über einige irakische Schiitenmilizen auszugleichen. Die pro-iranische Demonstration vor der amerikanischen Botschaft in Bagdad vor ein paar Tagen und die anschließende Ermordung eines iranischen Spitzengenerals im Irak durch die USA am 2. Januar erinnern uns daran, dass die amerikanisch-iranischen Spannungen im Jahr 2020 wahrscheinlich nicht verschwinden werden.

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