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Was alle Investoren aus dem irren Höhenflug der Tesla-Aktie lernen können

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
15.01.2020, 09:11  |  1122   |   |   

Aktionäre von Tesla (WKN: A1CX3T) haben derzeit gut lachen: Die Aktie kennt scheinbar kein Halten mehr, am Montag wurde die runde Marke von 500 US-Dollar mit einem Plus von fast 10 % regelrecht pulverisiert.

Seit dem Mehrjahrestief Anfang Juni 2019 beläuft sich das Plus auf fast 200 % oder 62,33 Mrd. US-Dollar an Marktkapitalisierung. Zum Vergleich: Allein dieser Wertzuwachs ist mehr, als FordGeneral Motors, BMW oder Daimler an Börsengewicht auf die Waage bringen.

Dieser plötzliche Bewertungsanstieg mag auf dich vielleicht etwas überzogen wirken – doch er hält eine wichtige Lektion für alle Investoren bereit.

Einige Gründe für den Anstieg

Eine ausführliche Abhandlung über all die Ursachen, die die Tesla-Aktie derzeit nach oben treiben, wäre wohl zu lang für einen Artikel. Daher reiße ich die wichtigsten Punkte nur kurz an: Das Wachstum bei den Auslieferungen passt, und das sollte dem Unternehmen helfen, auch im vierten Quartal die Gewinnzone zu erreichen. Im dritten Quartal führten vor allem deutliche Effizienzsteigerungen in der Produktion dazu, dass Tesla in die schwarzen Zahlen kam – diese dürften sich mit zunehmenden Auslieferungen nur verstärken.

In China, einem riesigen Markt für Elektromobilität, wurden kürzlich nur ein Jahr nach dem ersten Spatenstich bei der dortigen Gigafactory die ersten Autos an Kunden ausgeliefert. Zudem kommt das vielversprechende Model Y früher als gedacht. Die beiden letzten Punkte sorgen natürlich für berechtigte Fantasie, was das zukünftige Wachstum angeht. Zudem wurde 2019 deutlich, dass die Elektroautos vieler Konkurrenten in puncto Preis, Leistung und Effizienz nicht mit Tesla mithalten können.

Und weiter?

Nun gut, magst du jetzt sagen. Bei Tesla läuft es halt im Moment einfach, aber so etwas kann man doch nicht vorhersehen. Das stimmt jedoch nur bedingt. Denn aufmerksame und informierte Investoren konnten schon länger erahnen, dass die oben genannten Punkte irgendwann eintreten werden.

Die angesprochenen Effizienzsteigerungen, die Tesla in die Profitabilität führten, sind das Ergebnis von Skalenvorteilen und kontinuierlichen Verbesserungen in den Produktionsabläufen. Tesla ist nicht das erste Unternehmen, das diese Effekte erfährt: Nach Berechnungen von ARK Invest aus dem September befindet sich das Model 3 von Tesla auf derselben Lernkurve wie das ikonische Model T von Ford, was in den nächsten Jahren entweder weiter steigende Margen oder fallende Preise bedeuten könnte. Beides würde im Endeffekt zu besseren Finanzzahlen führen.

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