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Pressemeldung: DJE: Monatskommentar Dezember 2019 - Nach dem Handelskonflikt ist vor dem Handelskonflikt
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Pressemeldung DJE: Monatskommentar Dezember 2019 - Nach dem Handelskonflikt ist vor dem Handelskonflikt

Nachrichtenquelle: Asset Standard
15.01.2020, 13:35  |  380   |   |   

Im Dezember reagierten die Märkte mit Erleichterung auf das unterschriftsreife „Phase eins“-Handelsabkommen, das den Handelskonflikt zwischen den USA und China beilegen soll.

Im Dezember reagierten die Märkte mit Erleichterung auf das unterschriftsreife „Phase eins“-Handelsabkommen, das den Handelskonflikt zwischen den USA und China beilegen soll. Zugleich rückten die EU, vor allem Frankreich und Deutschland, in den Fokus der US-amerikanischen und chinesischen Handelspolitik.

Im Dezember gewannen die internationalen Aktienmärkte mit wenigen Ausnahmen (Australien, Thailand) durch die Bank hinzu. Der deutsche Aktienindex DAX stieg moderat um 0,10%, der breite europäische Index Stoxx Europe 600 legte dagegen um 2,06% zu. In den USA stieg der S&P-500-Index um 0,91%, und der Hang-Seng-Index (Hongkong) kletterte um 5,49%. Der weltweite MSCI-World-Index legte um 0,94% zu – alle Index-Angaben auf Euro-Basis.

Dagegen standen die Rentenmärkte unter Druck, ablesbar an den Renditen hochwertiger 10-jähriger Staatsanleihen. Ihre Rendite stieg in Deutschland von -0,36% auf -0,19% und in den USA von 1,81% auf 1,92%.

Ein wesentlicher Faktor für die steigenden Aktienmärkte war das „Phase eins“-Handelsabkommen, auf das sich die USA und China einigen konnten und das Mitte Januar unterzeichnet werden soll. In dem Abkommen verzichten die USA auf die Einführung verschiedener angekündigter Importzölle, und China kündigte an, deutlich mehr landwirtschaftliche Güter aus den USA einzuführen. Außerdem unterzeichneten die USA, Kanada und Mexiko ein Handelsabkommen, das den NAFTA-Vertrag ersetzen soll.

In China stiegen daraufhin die Einkaufsmanagerindizes für die Industrie und für den Dienstleistungssektor, und die Industrieproduktion steigerte sich um 6,2% gegenüber dem Vorjahr, während die Steigerung im Vormonat nur 4,7% betrug. In den USA wurden im Dezember mit 266.000 so viele neue Stellen geschaffen wie zuletzt im Februar 2019, und die Arbeitslosenquote sank von 3,6% auf 3,5%. In beiden Ländern stiegen auch die Konsumausgaben und die Einzelhandelsumsätze.

In Europa reagierten die Märkte zunächst auch positiv auf die britischen Unterhauswahlen, welche die Konservativen unter Premierminister Boris Johnson klar für sich entscheiden konnten. Dieses Ergebnis stellte klar, dass Großbritannien die EU sicher verlassen wird. Allerdings kündigte Johnson nach dem Wahlsieg an, dass das Handelsabkommen zwischen der EU und Großbritannien bereits Ende 2020 vereinbart werden müsse, was bei einigen Marktteilnehmern wieder Ängste vor einem harten Brexit hervorrief.

In Deutschland verbesserte sich der ifo-Geschäftsklimaindex erneut und stieg von 95,1 auf 96,3 Punkte. Allerdings enttäuschten verschiedene deutsche und europäische Konjunkturdaten weiterhin. So gaben die Einkaufsmanagerindizes für die Industrie in Deutschland und den Euroraum nach – mit Werten deutlich unter der Schwelle von 50 (43,4 bzw. 45,9) deuten beide auf eine schrumpfende Wirtschaft hin. In Deutschland gingen auch die Auftragseingänge sowie die Industrieproduktion mit -5,5% bzw. -5,3% gegenüber dem Vorjahr spürbar zurück.

Nach dem vorläufigen Ende des US-amerikanisch-chinesischen Handelskonflikts gerieten Frankreich und die EU wieder in den Fokus der US-Handelspolitik. Frankreich kündigte die Einführung einer Digitalsteuer an, die in erster Linie die großen US-amerikanischen Online-Händler sowie die Anbieter von Social-Media-Plattformen und Suchdiensten treffen würde. Daraufhin drohten die USA mit Importzöllen von 100% auf französische Waren im Volumen von 2,4 Mrd. US-Dollar. Zudem sprach US-Handelskommissar Lighthizer von einem sehr unausgeglichenen Verhältnis in den Handelsbeziehungen zwischen den USA und der EU.

China wiederum drohte Deutschland mit Strafmaßnahmen für den Fall, dass Deutschland dem Wunsch der USA nachkommen und den größten chinesischen Mobilfunktechnologie-Konzern nicht am Aufbau des deutschen 5G-Netzes beteiligen sollte.


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