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Schmutzfonds mit weniger Renditechancen CO2-Fußabdrücke von Investmentfonds: Wie schmutzig wird’s, wenn man 1.000 Euro reinsteckt?

15.01.2020, 14:25  |  1777   |   |   

Immer mehr Anleger achten bei Investmentfonds neben Rendite, Sicherheit und Liquidität auch auf den CO2-Fußabdruck. Doch nicht alle Fondsgesellschaften geben überhaupt den Klima-Fußabdruck ihrer Fonds an. wallstreet:online hat deshalb direkt bei zwei nachhaltigen Banken nachgefragt: „Welche jährlichen CO2-Emissionen entstehen, wenn ein Anleger 1.000 Euro in ihren klimafreundlichsten Fonds investiert und wie hoch sind die CO2-Einsparung gegenüber einem vergleichbaren konventionellen Fonds?“ – Exklusive Einblicke.

Florian Koss, Leiter Kommunikation und Marketing der Triodos Bank, erklärte exklusiv gegenüber wallstreet:online: „Über das reine Investieren in nachhaltige Unternehmen und Geschäftsmodelle, Engagement und Active Stewardship hinaus, zeichnen sich die Fonds Triodos Investment Management durch besonders niedrige ökologische Fußabdrücke (CO2, Wasserverbrauch und Müllerzeugung) aus. So hat beispielsweise der Triodos Global Equites Impact Fund mit 39 kg CO2 je 1.000 Euro Investment einen im Vergleich zum Benchmark MSCI World um 66 Prozent geringeren CO2-, 55 Prozent geringeren Wasser- und 51 Prozent geringeren Müll-Fußabdruck. Bei einem Investment von 1.000 Euro macht das schon eine Ersparnis von umgerechnet einer Autofahrt von 800 km, über 300 Duschen und etwa einer Mülltonne gegenüber dem Benchmark aus.“

Noch geringer sei der CO2-Fußabdruck beim Anleihenfonds „Triodos Euro Bond Impact Fund“, so Koss. Dieser habe einen „mit 13 kg CO2 je 1.000 Euro Investment einen im Vergleich zum Benchmark iBoxx Euro Corporate Bond Index um 62 Prozent geringeren CO2-Fußabdruck. Bei einem Investment von 1.000 Euro macht das schon eine Ersparnis von umgerechnet einer Autofahrt von 725 km gegenüber dem Benchmark aus.“

Laura Mervelskemper, Wirkungsmessung GLS Bank, erklärte exklusiv gegenüber wallstreet:online: „Bei einer Investition von 1.000 Euro in den GLS Klimafonds ergeben sich 108 kg ausgestoßene Emissionen. Gleichzeitig werden 147 kg Emissionen eingespart, wodurch sich ein Nettoeinspareffekt von knapp 40 kg ergibt. Wichtig ist dabei, dass der Ansatz für den Klimafonds der GLS Bank nicht darauf basiert, in Unternehmen mit einem möglichst geringen CO2-Ausstoß zu investieren, sondern in solche, die für eine klimafreundliche Wirtschaft relevant sind. Dabei entspricht er den strengen ökologischen und sozialen Anlagerichtlinien. Noch aussagekräftiger als die absolute Zahl an ausgestoßenen und eingesparten Emissionen ist jedoch die Klimawirkung eines Fonds im Kontext der Erderwärmung und damit die Kompatibilität mit dem Pariser Klimaabkommen. Dies haben wir zusammen mit right. geprüft und für den Klimafonds bestätigt.“

Auch für große Fondsgesellschaften gewinnt das Thema zunehmend an Bedeutung. Bnp Paribas Asset Management ist nach eigenen Angaben einer der ersten globalen Vermögensverwalter, der den CO2-Fußabdruck seiner Fonds systematisch misst und veröffentlicht. Zum einen wird der CO2-Aussstoß aus den unternehmenseigenen Anlagen (Kraftwerke, Fuhrpark) der investierten Konzerne berücksichtigt (Scope 1-Emissionen). Zum anderen werden aber auch indirekte Emissionen, die beispielsweise in Zusammengang mit dem Energieverbrauch des investierten Unternehmens stehen, berücksichtigt (Scope 2-Emissionen). Als Reportingstandard dient das „Greenhouse-Gas-Protocol“.

Der Co2-Fußabdruck von Investmentfonds unterscheidet sich teilweise erheblich. So emittiere der „schmutzigste“ Fonds mehr als fünfmal so viel CO2 wie der beste untersuchte Fonds“, heißt in einer von der Verbraucherzentrale Bremen finanzierte Studie zu klimafreundlichen Geldanlagen aus dem Jahr 2014.

Eine Metastudie aus dem Jahr 2015, die mehr als 2000 Studien zur Perfomance von nachhaltigen Geldanlagen analysiert, kommt zum Schluss, dass nachhaltige Investments häufig sogar eine bessere Rendite erzielen als konventionelle.

Fazit: „Schmutzfonds“ sind offenbar nicht nur eine Gefahr fürs Klima, sondern langfristig auch für die Rendite. Dies gilt insbesondere, wenn es in Zukunft zu einer Verschärfung der CO2-Regulierung kommen sollte.

Autor: Ferdinand Hammer



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5 Kommentare

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Kommentare

Du bist einfach nur völlig ahnungslos und willst es offenbar auch bleiben!
"99% Prozent aller Wissenschaftler" ist auch so ein Blödsinn, der durch Statistik-Fälschung erzeugt wurde!
Vollkommener Schwachsinn! Auch drüber könntest Du Dich informieren!
Bleiben wir mal bei den angeblichen 97%, die dann noch auf über 99% gesteigert wurden:



Was ist eigentlich ein "Klimaleugner"?
Schon so einen sinnfreien Begriff zu verwenden, zeigt die völlige Verblödung derjenigen, die sich mit dem Klimahoax gern belügen lassen, ohne einfach mal ihr Hirn zu benutzen.
Zitat von erfg: Der "Anfänger" bist Du, indem Du einfach nur nachplapperst, was Dir vorgegaukelt wird und Dir dabei auch noch besonders schlau vorkommst!


Ich kann bzw. versuche zu unterscheiden, wann ich mich der Mehrheit (hier: 99% der Wissenschaftler) anschließe - und wann ich andernmals mit der Minderheit (z.B. in Börsen-, Wirtschafts- und Währungsfragen) sympathisiere.

Okay, in der Kohlendioxid Frage meinen manche, dass sie - im übertragenen Sinne - als erstes heraus gefunden hätten, dass die Erde keine Scheibe, sondern eine Kugel ist!

Oh, oh - da hab' ich was gesagt - denn es gibt unter den "Klimaleugnern" ja auch Befürworter der nichtrunden Erde, auch Scheibe genannt. Leider konnte mir niemand sagen, wo ich hin reisen muss, um am Rand runter zu gucken ... :laugh:
@walker

Nimm Dir mal 1-2 Stunden Zeit und informiere Dich! Auch der angebliche "Treibhauseffekt" ist eine Erfindung, die durch nichts bewiesen ist, bzw. widerlegt wurde.
Einfach nur lächerlich die Vorstellung bei einem CO2-Gehalt von 0,04% (4 Moleküle auf 10.000 Luftmoleküle) in der Atmosphäre und einem durch den Menschen emitierten Anteil daran von 4% (1 Molekül auf 100.000 Luftmoleküle) und einem natürlichen Anteil von 96% durch minimale Reduktion von CO2 irgendetwas am "Klima" bewirken zu wollen!
Allein die natürlichen CO2-Emissions-Schwankungen kompensieren jeden lachhaften Versuch durch CO2-Reduktion irgendetwas verändern zu wollen. Es gibt auch gar keinen Zusammenhang zwischen CO2-Konzentration in der Atmosphäre und einer Durchschnittstemperatur auf Erden, genannt "Klima"!
Der "Anfänger" bist Du, indem Du einfach nur nachplapperst, was Dir vorgegaukelt wird und Dir dabei auch noch besonders schlau vorkommst!
Außerdem solltest Du Dich mal mit dem Inhalt des Links in meinem ersten Posting beschäftigen.
Das wäre ein guter Anfang für Anfänger!

https://www.youtube.de/watch?v=YDNANV5JUKY

Das perfide oder die Dummheit in dem Artikel besteht darin, CO2 als etwas "schmutziges" darzustellen!
@ erfg

Natürlich ist Kohlendioxid ungiftig - es geht aber um den Treibhauseffekt.

Für Anfänger:
Kohlendioxid dämmt unsere Luftatmosphäre zum Weltall hin. Dadurch wird die Sonneneinstrahlung hier in unserer Luftatmosphäre "gefangen", also festgehalten!
Einfach nur Schwachsinn!
CO2 ist mitnichten "schmutzig", sondern ein farb- und geruchloses Spurengas, dass mit 0,04% Anteil Bestandteil der Atmosphäre ist. CO2 ist lebenswichtig für Pflanzen und damit auch für Mensch und Tiere!

Die Verteufelung von CO2 ist eine politische Lüge:

http://klimaueberraschung.de/?page_id=73

Sie dient ausschließlich dazu, uns zu drangsalieren, mit Abgaben und Steuern zu belegen, unsere Mobilität einzuschränken und mit Scheinproblemen von den eigentlichen Problemen abzulenken!

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