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Hugo Boss und Kraft-Heinz: Zwei Turnaround-Kandidaten mit unterschiedlichen Bewertungen

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
16.01.2020, 08:45  |  1325   |   |   

Wie schön wäre es, wenn es an der Börse nur eine Richtung gäbe. Und zwar die nach oben. Doch so funktionieren die Märkte nun einmal nicht, und so müssen wir als Anleger immer wieder erfahren, dass es sowohl Ausschläge nach oben, aber eben auch nach unten geben kann.

Und uns Investoren erwischt es ja irgendwie immer wieder. Du kennst das vielleicht, man beobachtet lange eine Aktie, die man für interessant hält, wägt alle Informationen gegeneinander ab, und wenn man den richtigen Zeitpunkt für gekommen hält, schlägt man zu und investiert. Und was passiert dann oftmals? Genau, der Kurs des neuen Anlageobjektes geht nach unten. Getreu dem Motto: Was musst du machen, damit eine Aktie fällt? Du musst sie kaufen!

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Manchmal kann es da interessant sein, auf Werte zu setzen, die schon im Vorfeld aufgrund diverser Probleme stark im Kurs nachgegeben haben, und auf einen Turnaround zu hoffen. Zwei Unternehmen, bei denen wir nun schon länger auf wieder nachhaltig steigende Kurse warten, wollen wir uns deshalb in diesem Artikel einmal anschauen.

Hugo Boss

Die Firma Hugo Boss (WKN: A1PHFF) mit Sitz in Metzingen ist wohl einer der bekanntesten deutschen Modekonzerne und gehört im gehobenen Premiumsegment des Bekleidungsmarktes sicherlich zu den weltweit führenden Unternehmen. Der Konzern beschäftigt rund 14.700 Mitarbeiter, die mit ihrer Arbeit sowohl die Bereiche Business-Bekleidung und Freizeitoutfits als auch die elegante Abendgarderobe für besondere Anlässe abdecken.

Nach dem Ende Finanzkrise im Jahr 2009 hatte die Aktie von Hugo Boss eine fulminante Rallye hingelegt und am 10.04.2015 markierten die Papiere mit einem Xetra-Schlusskurs von 120,00 Euro ihren bisherigen Höchststand. Danach ging es allerdings in Etappen rapide mit dem Kurs nach unten.

Schneller wechselnde Modetrends und die weiter wachsende Bedeutung des Onlinehandels stellten auch Hugo Boss vor größere Herausforderungen. Der Konzern begann sich neu auszurichten. Doch so etwas braucht ja bekanntlicherweise nicht nur seine Zeit, sondern ist meistens auch sehr kapitalintensiv.

Und so verwundert es nicht, dass auch das Jahr 2019 für die Hugo-Boss-Aktie nicht ganz so erfreulich verlief. Gut 21 % haben die Papiere im Jahresverlauf verloren. Doch seit November 2019 kann man einen leichten Aufwärtstrend erkennen und die Aktie notiert derzeit mit 43,19 Euro (14.01.2020) zumindest wieder deutlich über ihrem 52-Wochen-Tief. Doch von ihren alten Höchstständen ist sie natürlich weiterhin meilenweit entfernt.

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