Prime Standard Steinhoff ist still geworden - was wird jetzt

Nachrichtenquelle: Nebenwerte Magazin
20.01.2020, 09:08  |  2176   |   |   
Prime Standard | Steinhoff ist still geworden - was wird jetzt

Die Steinhoff International Holdings NV (ISIN: NL0011375019) lebt - ist an der Börse derzeit immerhin noch 228 Mio. EUR wert - ein müder Abklatsch alter Größe - lohnt sich der Blick noch auf die Gesellschaft?

Eindeutig ja, wir denken, das die "neue" Steinhoff dabei ist ihre Hausaufgaben weiter abzuarbeiten und man sollte die Entwicklung im Auge behalten. Einerseits könnten die drohenden Rechtskosten jederzeit zu einer "Zerstörung" der Steinhoff führen, andererseits scheint amn ja auf einem Weg der langsamen Schritte zur Abarbeitung. Nachdem operativ die größten Probleme berseitigt scheinen, man sogar wieder auf Wachstum umschalten konnte, stehen jetzt - nach diversen Desinvestments - die Rechtstsreitigkeiten im Raum. Hier gab es ja vor Weihnachten noch einen Lichtschimmer - zumindest für die in Deutschland laufenden Verfahren: AM  2.DEZEMBER WURDE DAS VERFAHREN RUHEND GESTELLT. Offensichtlich werden ernsthafte Verhandlungen geführt. "Auf übereinstimmenden Antrag der Musterparteien wird wegen Vergleichsverhandlungenüberleben  das Ruhen des Verfahrens angeordnet." und "Der Termin zur mündlichen Verhandlung vom 18. Dezember 2019 wird aufgehoben." Und bsiher nichts offizielles - eigentlich ein gutes Zeichen für laufende Verhandlungen, die solange dauern, dass ein scheitern immer unwahrscheinlicher wird.

Aktuell Stille und am Rande

arbeiten die Anlegerschutzanwälte daran Mandanten zu gewinnen - Verjährung zum 05.02.2020. Macht die Sache zumindest für Steinhoff zu einem endenden Bedrohungsszenario. Ob Klagen in anderen Jurisdiktionen deshalb ausgeschlossen sind, lassen wir einmal dahingestellt. Jedenfalls ist Steinhoff bei der derzeitigen Kapitalisierung schon eingepreist mit einer gewissen - als Vergleichsvariante durchaus möglichen - Verwässerung durch "Ruhe gegen Aktien". Zumindest denkbar wäre ein solcher Schritt. Natürlich bei Aktionären die mit der Aktie Schiffbruch erlitten haben und den Schaden daraus geltend machen wollen, nicht die erste Wahl. Eher für andere Rechtsstreitigkeiten wegen der Anleihen beispielsweise.

Das Frankfurter Musterverfahren und ein möglicherweise verkündeter Vergleich kann eine der Rechtsstreitigfronten möglicherweise so lösen, dass noch etwas übrig bleibt von Steinhoff. Aber natürlich zur Erinnerung: Fast weltweit gibt es Schadensersatzforderungen gegen die Steinhoff International Holdings NV, wichtig die Sammel-Klagen in den Niederlanden, wo es bereits einige Stillhalteabkommen gab bis zur Klärung der wirtschaftlihen Situation der Steinhoff, die Schiedsverfahren in den Niederlanden an der Handelskammer, die US-Klagen, die Klagen in Südafrika, hier insbesodnere staatliche Pensionsfonds UND natürlich auch die gerade besprochenen in Deutschland. Dass Steinhoff an allen diesen Fronten Lösungen finden muss, um ein Überleben der Gruppe zu sichern ist klar. Wichtig ist für Steinhoff, die Forderungsgruppen davon zu überzeugen, dass eine überlebende Steinhoff mehr Ausgleich leisten kann, als eine zerschlagene Steinhoff. Die Sanierungsschritte und Desinvestments Steinhoffs stützen diese Strategie.

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