Oxfam-Bericht Jedes Jahr fallen die Medien auf die Oxfam Fake News herein

Gastautor: Rainer Zitelmann
20.01.2020, 19:15  |  3165   |   |   

Alle Medien berichten über die aktuelle „Oxfam-Studie“. In den ARD-Tagesthemen heißt es:

„Extremem Reichtum steht große Armut gegenüber - darauf macht Oxfam nicht zum ersten Mal aufmerksam. Doch laut der Studie der Entwicklungshilfeorganisation gab es im vergangenen Jahr eine weitere Konzentration der Vermögen an der Spitze. Einem Prozent der Menschheit gehören demnach 45 Prozent des globalen Vermögens. Die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung besitzt gemeinsam nicht einmal ein Prozent des globalen Vermögens.“

Jedes Jahr die gleiche Botschaft: Die „Schere zwischen Arm und Reich“ geht immer, immer, immer weiter auseinander. Oxfam liefert Jahr für Jahr „Studien“, die das belegen sollen, die jedoch methodisch eine Katastrophe sind. Und doch fallen die Medien jedes Jahr darauf herein. Hier ein Auszug aus meinem Buch „Die Gesellschaft und ihre Reichen“, in dem ich die Berichterstattung der Medien über die Oxfam-Berichte analysiere:

Die Oxfam-Berichte

Meist parallel zum Treffen der Weltwirtschaftselite im Schweizer Davos im Januar veröffentlicht die Organisation Oxfam einen Bericht, der jedes Mal große Beachtung in allen Medien findet. Die Qualität des Berichtes steht indes in umgekehrtem Verhältnis zu der Aufmerksamkeit, den die Organisation damit erzielt. Die Berichterstattung ist geteilt. Sie reicht von unkritischer Wiedergabe der zentralen Argumente des Berichtes bis zu scharfer Kritik an den verwendeten Methoden. Doch selbst bei differenziert argumentierenden Artikeln wird in der Überschrift meist die zentrale These des Oxfam-Berichtes übernommen. Die FAZ machte im Januar 2017 den Wirtschaftsteil sogar mit der großen Überschrift auf: „Acht Männer reicher als die halbe Welt“, dazu stellte sie ein großes Foto von Bill Gates und Warren Buffett sowie eine Grafik mit den geschätzten Vermögenswerten der aufgelisteten acht reichsten Männer der Welt.

Der Artikel beginnt mit der Wiedergabe der zentralen Thesen des Oxfam-Berichtes, wonach die soziale Ungleichheit auf der Welt deutlich größer sei als bisher bekannt: „Die acht reichsten Männer der Welt besaßen im vergangenen Jahr zusammengenommen 426 Milliarden Dollar und damit mehr Vermögen als die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Diese Hälfte besteht derzeit aus 3,6 Milliarden Menschen mit insgesamt 409 Milliarden Dollar Vermögen.“ In dem Artikel wird darauf hingewiesen, dass die Organisation Oxfam im vergangenen Jahr große Aufmerksamkeit mit einem Bericht erwirkte, in dem es hieß, das Vermögen der 62 reichsten Personen der Welt entspreche dem der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung.

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