Wirecard Aktienrückkauf, Beteiligungsänderung, Glücksspielurteil und Hoffnung

Nachrichtenquelle: Nebenwerte Magazin
22.01.2020, 06:48  |  3381   |   |   
TecDAX | Wirecard: Aktienrückkauf, Beteiligungsänderung, Glücksspielurteil und Hoffnung

Wirecard AG (ISIN: DE0007472060) gestern mit 128,85 EUR zwar im hinteren Feld des DAX, aber "niedrige" 0,58 % im Minus: Es gab weitere Transaktionen im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms, unter den meldepflichtigen Aktionären und ein Urteil des Landgerichts Ulm, das für Wirecard Bedeutung haben könnte..

Die Wirecard-Aktie legte eine Verschnaufpause ein, keine neue Unternehmensmeldung - wäre wohl auch zuviel des Guten gewesen - am Dienstag. Bis Ende der Woche sollte wohl noch eine operative Meldung erfolgen, sofern man sich an den gewohnten Rythmus hält. Dieser Satz zeigt bereits die hohe Erwartungshaltung, die Wirecard durch die regelmäßigen operativen Fortschritte geweckt hat. Und ist gleichzeitig auch für die Shorts ein Argument für das Shorten: Auf Dauer scheint es fast unmöglich, die immer höheren Ansprüche des  Marktes zu befriedigen.

Bisher gibt es an der operativen Entwicklung wenig auszusetzen - fast alle Analysten betonen die operative Stärke und Perspektive Wirecards und sehen "lediglich" Einschränkungen in ihrer meißt posiitven Einschätzung wegen der - bisher unbewiesenen, aber auch nicht eindeutig widerlegten - FT-Vorwürfe. Gestern also nichts operatives, sondern einige kleinere - für sich selber betrachtet -, aber in der Summe durchaus bedenkenswert:

Landgericht Ulm verurteilt Payback zu Schadensersatz wegen Glücksspiel

Das Handelsblatt berichtete über ein Urteil des Landgerichts Ulm, das in erster Instanz Paypal zu Schadensersatz verurteilte, weil man Gelder an einen Glücksspielanbieter weitergeleitet habe ohne die Legalität dieses Zahlungsvorgangs zu überprüfen.es gäbe eine Vielzahl ähnlich gelagerter Schadensersatzforderungen. Dazu kommt uns die Firmengeschichte von Wirecard in den Sinn: Die Anfänge der Geschäfte des Münchener Paymentdienstleisters waren durchaus auch im Glücksspielbereich zu verorten. Klar ist aber auch, dass die Bedeutung dieser Geschäfte in den letzten Jahren stark abgenommen hat. Es findet sich eine Verlautbarung Wirecards zu diesem Komplex, in der es heisst, man wickle keine Zahlungen für illegale Geschäfte ab - seit wann diese Aussage Gültigkeit hat sei mal dahingestellt. Jedenfalls besteht eine Verjährungsfrist von 3 Jahren, was erstmal das Risiko stark reduziert und weiterhin wäre es für den Zahlungsdienstleister im Falle einer Schadensersatzzahlungspflicht möglich den Gamblinganbieter in Anspruch zu nehmen - sofern dieser noch existiert und zahlungsfähig wäre.

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