amazon.com Chance von 42 Prozent

22.01.2020, 09:00  |  519   |   |   

Während nahezu alle großen US-Technologietitel in den letzten Monaten nach oben davon zogen, notiert die Amazon-Aktie derzeit noch deutlich unterhalb der Hochs vom Sommer 2019. Ein Hauptgrund waren die verfehlten Analysten-Gewinnerwartungen für das zweite und dritte Quartal. Doch ist das wirklich ein Problem? Wenn man genauer hinsieht nicht. Doch genau das wurde der Aktie zuletzt zum Verhängnis: Viele US-Anleger sehen eben nicht genauer hin, sondern vergleichen einfach die Prognosen mit den gelieferten Zahlen und werten anhand dessen, ob man die Aktie als bullisch ansehen kann. Richtig wäre, die Entwicklung der Umsätze und Gewinne rein nominal mit dem Vorjahresergebnis zu vergleichen und nicht mit Prognosen. Und wer das tat, konnte durchaus zufrieden sein, denn:

Der Umsatz legte auch zuletzt kontinuierlich zu. Sollte die durchschnittliche Analysten-Prognose für den Gewinn im vierten Quartal eintreffen, würde der Gewinn zwar für 2019 nur auf Vorjahresniveau liegen, aber dafür gibt es einen Grund, der nicht darauf basiert, dass das Unternehmen auf einmal ein Problem mit seinen Gewinnmargen bekommen hätte. Amazon-Chef Bezos hatte es klar unterstrichen: Amazon hat deswegen weniger Gewinn ausgewiesen, weil man die Investitionen in die Zukunft intensiviert hat, Kapital gezielt und intensiv in noch schnellere Lieferwege steckt. Das ist eine Vorgehensweise, die darauf abzielt, in Zukunft solider und sicherer Geld zu verdienen. Bislang wurde das weitgehend ausgeblendet, aber:

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Chartkonstellation erlaubt Long-Trade mit engem Stop Loss

Kommende Woche steht die Bilanz des mit Abstand wichtigsten vierten Quartals an, welches das Weihnachtsgeschäft einschließt. Zudem darf man erwarten, dass amazon.com einen Ausblick auf das angelaufene Jahr 2020 liefern wird. Und da es eher überraschen würden, wenn die Marktteilnehmer zum dritten Mal höhere Investitionen durch Missachtung der Aktie bestrafen würden (weil man diesen Aspekt langsam im Kurs eskomptiert haben dürfte), wäre das eine Chance für die Aktie, sich ausgehend von der derzeitig nahe liegenden, recht massiven Auffangzone nach oben abzusetzen.

Sie sehen im Chart, dass der Kurs aktuell auf der oberen Begrenzung eines im Herbst entstandenen Aufwärtstrendkanals konsolidiert. Diese obere Begrenzung wird zusätzlich durch Zwischenhochs aus den Monaten August und September sowie durch die wichtige 200-Tage-Linie verstärkt. Daraus bildet sich eine massiv wirkende Supportzone im Bereich zwischen 1.832 und 1.853 US-Dollar. Das ermöglicht es risikofreudigen Anlegern, eine positive Reaktion auf die nächste Woche anstehende Bilanz mit einem gut eingrenzbaren Abwärtsrisiko vorwegzunehmen. Auf der Oberseite wäre eine positive Reaktion auf das Ergebnis des Weihnachtsquartals allemal imstande, den „Deckel“, der auf der Aktie liegt, weg zu sprengen. Ein Anlauf an das 2019er-Jahresverlaufshoch bei 2.035,80 US-Dollar wäre durchaus denkbar, auch ein Test des bisherigen Rekordhochs, das amazon.com im September 2018 bei 2.050,50 US-Dollar markiert hatte, wäre bei einer positiven Reaktion auf die Bilanz nicht auszuschließen.

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