Wie 3 Offshore-Technologien im Zusammenspiel bis 2040 für 5.000 Mrd. Euro Windkraftinvestitionen sorgen könnten

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
24.01.2020, 09:03  |  593   |   |   

Bei der Offshore-Windkraft braut sich Gewaltiges zusammen. Entscheidende Hindernisse werden Stück für Stück aus dem Weg geräumt und es gibt gute Gründe dafür, anzunehmen, dass dieser Markt über die kommenden Jahre geradezu explodieren wird. Anleger tun gut daran, sich frühzeitig zu positionieren.

5.000 Milliarden Euro Investitionen im Anmarsch

Auf einer Fläche von 30 mal 30 Kilometer, was Berlin entspricht, können ungefähr 400 Turbinen sinnvoll untergebracht werden (beim Hornsea Project One wurde ein Abstand von etwa 1,5 Kilometer gewählt). Wenn eine solche Farm mit 12-Megawatt-Modellen bestückt wird, dann ergibt sich eine Maximalleistung von circa 5 Gigawatt (GW). Zum Vergleich: Die installierte Kapazität der Braunkohlekraftwerke in Deutschland summiert sich auf 21 Megawatt (MW; Stand: Nov. 2019).

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Im eng besiedelten Deutschland mag sich eine Fläche von 900 Quadratkilometern nach viel anhören. Aber wenn wir uns die Weltkarte ansehen, dann erkennen wir immense Küstenlängen und gigantische Meeresflächen. Allein Chile verfügt über 6500 Kilometer Küste und bietet laut ersten Studien gute Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Aufbau von Offshore-Windfarmen. Weit im kalten Süden bläst der Wind besonders stark. Insgesamt gibt es wohl Platz für Dutzende 5-GW-Projekte. Hochgerechnet auf die weltweiten Küsten warten viele Hundert gute Standorte darauf, entwickelt zu werden.

Was könnte dabei wohl an Umsätzen herausspringen? Auf Basis von diversen Schätzungen, Konzernangaben und Reports denke ich, dass 25 Mio. Euro Euro ein realistischer Preis ist für die betriebsfertige Installation einer 12 MW starken Haliade-X-Turbine, wie sie General Electric (WKN: 851144) ab 2021 liefern will. Für eine 5-GW-Farm müssen Investoren folglich etwa 10 Mrd. Euro in die Hand nehmen. Diese liefert dann aber auch zu vergleichsweise geringen Betriebskosten Strom im Wert von 1,3 Mrd. Euro pro Jahr, wenn man von einem Megawattstundenpreis von 50 Euro und einer Auslastung von 60 % ausgeht.

Das hört sich für mich nach einer ordentlichen Rendite an, von der sowohl die Anlagenlieferanten als auch die Betreiber und Verbraucher profitieren. Wenn wir jetzt noch davon ausgehen, dass bis 2040 zumindest 500 Projekte in der Größenordnung von im Schnitt 5 GW entwickelt werden, dann kommen wir auf eine Investitionssumme von unfassbaren 5.000 Mrd. Euro, die sich über 20 Jahre verteilen.

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