Abgasskandal Neuer Rückruf: Softwareupdate für Mercedes ML 350 mit Abgasnorm Euro 6

28.01.2020, 12:58  |  2772   |   |   

Ein weiteres Mercedes-Modell ist vom Abgasskandal betroffen: Der Mercedes ML 350 BlueTEC 4MATIC mit Abgasnorm Euro 6b wird in die Werkstätten zum Softwareupdate zurückgerufen. Der vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) angeordnete Pflichtrückruf gilt für alle ML 350-Modelle mit dem Motor OM642, die zwischen 2012 und 2016 hergestellt worden sind. Aus der Mercedes M-Klasse sind bereits der ML 250 und der ML 300 vom Dieselskandal betroffen.

Softwareupdate ist für ML 350-Halter verpflichtend

Dieser jüngste Mercedes-Rückruf umfasst 24.000 ML 350-Fahrzeuge in Deutschland. Weltweit sind es knapp 65.000 Autos. Mit dem Softwareupdate soll die unzulässige Abschalteinrichtung, die sich negativ auf die Abgasreinigung auswirkt, deaktiviert werden. So sollen die Fahrzeuge im Betrieb weniger gesundheitsschädliche Stickoxide ausstoßen. Das Update ist für die betroffenen Mercedes-Besitzer verpflichtend – das schreibt der Hersteller Daimler auch in seinem Anschreiben an die Kunden. Wer dem Pflichtupdate nicht nachkommt, dem droht die Stilllegung des Fahrzeugs durch die zuständigen Behörden.

Mögliche Folgen des Pflichtupdates für Mercedes-Fahrzeuge

Daimler gibt als Hersteller zu, dass das verpflichtende Update einen höheren AdBlue-Verbrauch zur Folge haben kann. Bei AdBlue handelt es sich um einen Harnstoff, der zur Abgasreinigung innerhalb des Fahrzeugs zum Einsatz kommt. Der Spritverbrauch und weitere Parameter würden sich nach dem Softwareupdate jedoch nicht verändern, so Daimler. Mercedes-Fahrer, die ein ähnliches Update bereits haben durchführen lassen, berichten aber, dass sich neben dem AdBlue- auch der Spritverbrauch erhöht. Weitere negative Folgen wie eine verminderte Motorleistung können zudem eintreten.

Reduzieren Updates tatsächlich Emissionen?

Mercedes-Fahrer, die dem Rückruf folgen und eine neue Software aufspielen lassen, können sich nicht sicher sein, dass ihr Fahrzeug hinterher tatsächlich sauberer ist. Das ZDF-Magazin Frontal21 berichtete über einen Test der unabhängigen Prüforganisation Emissions Analytics, wonach ein Mercedes C220 CDI nach dem Softwareupdate des Herstellers noch mehr Schadstoffe freisetzte als vorher. Daimler und das KBA erklären hingegen, die Updates würden den Stickoxidausstoß der Fahrzeuge um durchschnittlich 25 bis 30 Prozent senken.

Anspruch auf Schadensersatz durchsetzen

Ob das Softwareupdate den Mercedes nun sauberer macht oder nicht – Dieselfahrer, die ein Rückrufschreiben von Daimler erhalten haben, haben einen Anspruch auf Schadensersatz. Um diesen geltend zu machen, sind Mercedes-Halter gut beraten, einen fachkundigen Rechtsanwalt zu kontaktieren. Die Verbraucherrechtskanzlei VON RUEDEN hat sich auf den Abgasskandal spezialisiert und bereits mehrere tausend Mandanten gegen die Autokonzerne vertreten. Dabei konnten wir Kaufpreisrückerstattung und Schadensersatz durchsetzen. Kontaktieren Sie uns gern und nutzen sie unser kostenfreies und unverbindliches Erstgespräch!

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