Wirecard Wie abhängig von China? Corona wirkt sich ...

Nachrichtenquelle: Nebenwerte Magazin
03.02.2020, 06:48  |  2733   |   |   
TecDAX | Wirecard: Wie abhängig von China? Corona wirkt sich ...

Das Chinaexposure von Wirecard AG (ISIN: DE0007472060) ist groß und soll nach den Vorstellungen Wirecards noch größer werden – und was bedeutet der Corona-Virus für diese Planungen?

Menschenleere Strassen in Peking, geschlossene Firmen und  Geschäfte in vielen großen städten Chinas. Wachstum wahrscheinlich nur bei 2-3% dieses Quartal oder noch schlechter... Und wie trifft es Wirecard - hier muss zwischen kurz-, mittel- und langfristigen Wirkungen unterschieden werden. Aktuell ist das China-Geschäft noch stark geprägt von Dienstleistungen für Chinesen, die außerhalb Chinas Ausgaben tätigen wollen – sei es über Unionpay, Reiseveranstalter, Auslandsstudiendienstleister und Duty-Free-Händler. Akzeptanz chinesischer Zahlungsdienstleister außerhalb Chinas ist Thema: Hier wird es bestimmt einen kurzfristigen Einbruch geben, aktuell sei nur an das Einreiseverbot für Reisende aus China in die USA gedacht und die Flugverkehrseinschränkungen von und nach China, die sich wahrscheinlich noch erhöhen werden..

Das Chinesische Neujahrsfest mit den Kaufimpulsen entfällt dieses Jahr wohl weitgehend. Kurzfristig negativ für Wirecard – langfristig ohne Auswirkungen, wenn man sich die Folgen „früherer“ Krankheitsausbreitungen wie SARS anschaut. Eine Umsatzdelle könnte drohen, die möglicherweise in der nervösen Wirecard-Wahrnehmung überinterpretiert werden könnte. Die Verlagerung auf Onlinekäufe und das Meiden von Menschenansammlungen in Geschäften könnte ein leichtes Gegengewicht zur generellen Zurückhaltung liefern – in der Summe wird man aber von negativen Impulsen ausgehen müssen generell für Paymentdienstleister..

China-Ausbau

Ende letzten Jahres zeigte Wirecard seinen Willen auch im innerchinesischen Zahlungsverkehr eine größere Rolle zu spielen. Für bis zu rund 100 Mio. EUR erwarb man einen Chinesischen Zahlungsdienstleister, der über ein umfassendes „Lizenzpaket“ für den innerchinesischen Handel verfügt. In China ist die starke Online-Affinität und generelle Technikbegeisterung Umsatztreiber und allein die schiere Größe des Marktes ist für Wirecard auf Jahre möglicher Wachstumsturbo. Und Corona?

Es ist wieder passiert - jetzt trifft es Aurelius, auch hier nicht zum ersten Mal - ein Report einer halbwegs unbekannten Adresse, der im Endeffekt sagt, Aurelius sei wertlos und das in fast 50 Seiten mit vielen Namen, rechenbeispielen und "Belegen" und Vermutungen - kommt dem Wirecard-Aktionär bekannt vor.

Die Chinesische Wirtschaft nimmt aktuell definitiv Schaden und die aktuelle Wirtschaftsentwicklung könnte zu einem der schwächsten Quartale seit Jahren führen – man fürchtet „ein Wachstum unter 5%, aktuell liegt man bei 2-3%, wer weiss wie es weiter geht“ – wäre für Europa immer noch ein Traum, aber in China ticken die Uhren anders, gerade deshalb ist der Markt für Wirecard so attraktiv. Die aktuelle Situation lähmt bestimmt einige Projekte – Reisebehinderungen, Meetings werden schwierig, einzelne Büros, derzeit(!) nur in Wuhan werden in Zwangsurlaub geschickt, internationale Mitarbeiter werden aus China abgezogen oder sollen abgezogen werden – Verzögerungen werden so auch für Wirecards-Pläne wahrscheinlicher. Die Länge und die weitere Ausbreitung in China bestimmen hier die potentiellen Verzögerungen – kurz- bis mittelfristig negativ, langfristig wenig Auswirkungen.

Makrofaktoren

Wirecard ist mittlerweile DAX-Wert und wird sich nicht dauerhaft der generellen Marktentwicklung entziehen können – eine Verschärfung und weitere Ausbreitung des Cororna-Virus wird negative Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft haben und so auch auf die Aktienmärkte – sichere Häfen wie Gold, Staatsanleihen sicherer Staaten und Ankerwährungen werden profitieren, Börsenunternehmen die von der wirtschaftlichen Dynamik abhängen eher nicht, wie Wirecard. Dagegen steht Wirecards „Sonderkonjunktur“ FT-Vorwürfe respektive deren potentielle Widerlegung durch einen umfassenden KPMG-Bericht. Ein solcher Bericht könnte gegen den Markttrend bei Wirecard positive Impulse senden.

Heißt für die nächsten Wochen

China und die Auswirkungen des Corona-Virus können kurzfristig durchaus negative Wirkungen auf die Kursentwicklung der Wirecard-Aktie haben, aber dagegen steht die potentielle „Sonderkonjunktur FT-KPMG“ und natürlich auch in diesem Zusammenhang der Bewertungsrückstand zur PeerGroup, die durchaus mehr unter den wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise leiden könnten – wie Adyen, die derzeit noch den wesentlich größeren Anteil am AliPay-Kuchen haben, wir spekulierten dazu ja bereits vor einigen Wochen. Generell ist das Exposure von Wirecard wesentlich größer im Rahmen der Corona-Krise als beispielsweise für unsere Regenschirmaktien oder für Evotec, die Ende letzter Woche einen weiteren Deal vermelden konnten in einer langen Reihe in den letzten Wochen. Generelle Entwicklungen der letzten Woche im Schatten von Corona in unserem WOCHENRÜCKBLICK.

Short Squeeze - wäre der "Superturbo"

erzwungen durch zu schnell zu hoch steigende Kurs verbunden mit der hohen Volatilität der Aktie könnten die Sicherheitsleistungen für die Aktienleihe so erhöhen, dass wie in einem Dominoeffekt der Reihe nach Eindeckungen – also Käufe – erfolgen. Die Kurse könnten so wesentlich höher steigen, als „bei normalen“ Reaktionen auf gute Bilanzzahlen. Es gab Beispiele in der Vergangenheit die zu einem wahren „Run“ geführt haben. Eine entsprechende Übertreibung ist bei Evotec und bei Wirecard mit der relativ gesehen sehr hohen Shortquote nicht unrealistisch – die Nervosität im Shortlager hat bestimmt bei der Entwicklung in der letzten Woche zugenommen - und die jetzt gezeigte Stärke im Abwärtstrend...

HIER: ANALYSE WIRECARD AKTIE - HIER UND AKTUELL - mit Fundamentalen Daten.

HIER: ANALYSE EVOTEC AKTIE - HIER UND AKTUELL - mit Fundamentalen Daten und wichtiger NEWS heute - zukunftsorientiert winken Milestones...

HEYTA vertraut ab sofort Wirecard - 10 Mio. App-Nutzer, über 400 Geschäfte - Umsatz+, neuer Kunde am Freitag vorgestellt

Wirecard's Neuer: HEYTEA ist die beliebteste Tee-Kette Chinas. Im Rahmen der Zusammenarbeit bietet Wirecard Kunden in allen HEYTEA-Filialen in Singapur und Hongkong nahtlose Zahlungslösungen über HEYTEA GO. Mit dieser neuen Mobile App können Verbraucher online bestellen und bezahlen, ohne im Laden warten zu müssen. HEYTEA wurde 2012 in China gegründet und betreibt heute mehr als 400 Geschäfte in über 37 Städten in China und im Ausland.

Um mit der Digitalisierung Schritt zu halten, setzt HEYTEA auf Technologien zur Verbesserung seiner Geschäftsabläufe. Mit der HEYTEA GO-App gehören lange Warteschlangen im Laden der Vergangenheit an. Die App zeigt außerdem die geschätzte Bestelldauer und sendet Push-Benachrichtigungen an Nutzer, wenn ihre Getränke zur Abholung bereitstehen. Durch die Integration der Wirecard-Zahlungstechnologie profitieren sowohl die Verbraucher als auch der Händler von einer höheren Betriebseffizienz sowie einem verbesserten Kundenerlebnis.

Kiki Zhou, Public Relations Manager bei HEYTEA, erklärt: „In der heutigen digitalen Welt ist es für uns unerlässlich, Technologie in unsere Abläufe zu integrieren und so die Erwartungen unserer Kunden zu erfüllen. In Zusammenarbeit mit Wirecard haben wir HEYTEA GO entwickelt. Damit sind wir in der Lage, das gesamte Kundenerlebnis zu verbessern: Nutzer können damit ihre Getränke schnell individuell zusammenstellen, bestellen und bezahlen. Wir sind dabei, unsere Marken-Präsenz in Asien weiter auszubauen und freuen uns daher über die Zusammenarbeit mit Wirecard.“

Alson Lau, Head of Business Development APAC bei Wirecard, fügt hinzu: „Wir freuen uns über die Kooperation mit HEYTEA, um deren Kunden in Singapur und Hongkong bargeldlose Zahlungen zu ermöglichen. Die Einführung von HEYTEA GO unterstützt den wachsenden Trend der Online-Offline-Integration. Unsere integrierten Zahlungstechnologien erhöhen dabei die Flexibilität und Effizienz. Wir freuen uns darauf, die Partnerschaft mit HEYTEA weiter auszubauen.“

"HEYTEA-Kunden können ihre Einkäufe ab sofort über die HEYTEA GO-App per Kreditkarte bezahlen. HEYTEA GO hat weltweit derzeit mehr als zehn Millionen registrierte Nutzer. Die App generiert die Hälfte aller Bestellungen, wobei die durchschnittliche monatliche Wiederkaufsrate sich verdreifacht." Heisst eine hohe Transaktionszahl für Wirecard in Verbindung mit denkbaren Mehrwertdiensten, die sich hier aufdrängen und die wahrscheinlich schon im Gespräch sind: LOYALITY-Programme und hier ist Wirecard ebenfalls professionel und DATENSAMMLUNG und auch hier bietet Wirecard Lösungen.


Chart: Wirecard AG | Powered by GOYAX.de
 
 


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