Erneut Dieselmotoren des Abgasskandals betroffen VW muss fast 30.000 VW Busse vom Typ T5 und T6 zurückrufen

03.02.2020, 20:12  |  3002   |   |   

Bei einer erneuten Rückrufaktion muss Volkswagen fast 30.000 Fahrzeuge zurückrufen. Wieder ist der durch den Abgasskandal betroffene Dieselmotor vom Typ EA-189 betroffen. Fragen stellen sich auch hinsichtlich der Verjährung von Ansprüchen gegen Volkswagen.

Volkswagen muss auf Anordnung des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) weltweit erneut fast 30.000 Fahrzeuge zurückrufen. Dabei trifft es die Nutzfahrzeugsparte des Volkswagenkonzerns (VWN). Zurückgerufen hat das KBA am 24.01.2020 dabei VW Busse, auch „Bulli“ genannt, die zwischen den Jahren 2009 und 2016 vom Band rollten und nun wegen eines zu hohen Schadstoffausstoßes zurückgerufen wurden.

 

In Deutschland betrifft dies vermutlich mehr als 8700 Fahrzeuge, die wegen Überschreitung des Euro-5- Wertes für Stickoxide in die Werkstatt müssen. Bei den vom Kraftfahrtbundesamt zurückgerufenen Fahrzeugen handelt es sich um VW Busse vom Typ T5 und T6, die zwischen 2009 und 2016 hergestellt wurden. Der Rückruf betrifft nicht alle Fahrzeuge dieses Typ. Laut Kraftfahrtbundesamt sind die betroffenen Fahrzeuge mit 140- PS betriebenen Dieselmotoren vom Typ EA-189 ausgestattet.

 

 

Schon 2015 führte der Abgasskandal zum Rückruf von 2,4 Millionen Fahrzeugen der Marke Volkswagen, die mit Dieselmotoren vom Typ EA-189 ausgestattet waren. Dabei waren die angegebenen Abgaswerte durch den Einsatz von illegalen Abschalteinrichtungen manipuliert worden, um die gesetzlich vorgegebenen Grenzwerte nicht zu überschreiten und den Volkswagen-Diesel als sauber zu verkaufen. Aufgedeckt worden war der Skandal zunächst in den USA und führte dort zu milliardenschweren Vergleichszahlungen zwischen Volkswagen und den geschädigten Kunden. Laut Volkswagen-AG befand sich die fragliche Abschalteinrichtung in rund 11 Millionen Dieselfahrzeugen mit dem Motor EA-189, weltweit.

 

 

Auch hierzulande wurde Volkswagen zur Zahlung von Schadensersatz verurteilt. Im Streit zwischen einem Vertragshändler und dem Halter eines mit einem EA-189-Dieselmotor ausgestatteten Fahrzeug, hatte das Landgericht Köln mit Urteil vom 21.12.2017 (Aktenzeichen 2 O 137/17) entschieden, dass für PKW mit einem eingebauten EA-189-Dieselmotor eine Nachbesserung durch ein Software-Update unzumutbar sei. Der Hersteller Volkswagen habe arglistig gehandelt, indem er im Fahrzeug eine illegale Abschalteinrichtung installiert habe. Das Landgericht sprach dem Kläger in Folge Schadensersatz zu und erlegte dem Händler aufgrund des erklärten Rücktritts vom Kaufvertrag die Pflicht auf, das Fahrzeug mit dem durch die Abschalteinrichtung sachmangelhaften Dieselmotor zurückzunehmen.

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