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Milliardengeschäft Cannabis Interview mit Ivan Mestrangelo Gründer der MediCrops Holding AG Schweiz

05.02.2020, 11:28  |  14495   |   |   

Die Medicrops Holding AG ist ein in der Schweiz ansässiges und international tätiges Unternehmen, dessen Tochter MediCrops Ltd. in Mazedonien mit einer eigenen, nach europäischen GMP / GACP und ISO-Standards zertifizierten State-of-the-Art Indoor Farm, pharmazeutisches Cannabis unter staatlich gewährter Lizenz produziert

Herr Mestrangelo, wir haben uns auf der ICBC in Zürich im Mai 2019 kennengelernt. Damals hatten Sie die MediCrops praktisch frisch gegründet. Was war Ihre Motivation und wie sah die Stunde null aus?

In den Jahren davor baute ich ein Unternehmen auf, das mit pharmazeutischen Rohstoffen handelte. Dabei erhielt ich einen tiefen Einblick in Bereiche der Pharmadistribution und stand häufig in Kontakt mit Apothekern, Ärzten und sogar Patienten. Natürlich war der Hype um die globale Cannabis-Legalisierung nicht an mir vorbeigegangen. Und in meinem Heimatland Schweiz wurde der THC-reduzierte, legale CBD-Hanf zum "Big Thing".

Einige Entrepreneure in meinem Bekanntenkreis, bauten Unternehmen in diesem Bereich auf, die heute sehr erfolgreich sind.

Allerdings sah ich auch, dass der Schweizer Markt für CBD-Hanf, welches hier praktisch jeder anbauen und als Genuss- bzw. Nahrungsergänzungsmittel verkaufen darf, schnell übersättigt war. Und auch wenn CBD einige gesundheitliche Benefits bietet, ist es letztlich das THC, was den wahren therapeutischen Wert hat. In der Schmerztherapie und in Behandlungen anderer schwerwiegender Krankheiten wie Krebs ist es unverzichtbar.

Während das THC haltige Cannabis heute in den USA und Kanada in etwa so gehandhabt wird, wie in der Schweiz der CBD-Hanf, benötigt man bei uns in Europa ein ärztliches Rezept für THC reiche Blüten und Extrakte, die aufgrund ihres Wirkstoffgehalts eine Alternative zu starken Schmerzmitteln ist. Beim Anbau und der Verarbeitung von Cannabis für die medizinische Anwendung gelten dieselben strengen GMP-Richtlinien wie bei anderen Arzneimitteln.

In den meisten Ländern Europas ist Cannabis für den medizinischen Gebrauch legalisiert worden. Der Anbau ist privaten Unternehmen jedoch nur in wenigen Ländern gestattet und wenn, dann nur unter Auflagen wie Mengenbegrenzungen, die eine wirtschaftliche Produktion unmöglich machen. Zurzeit existiert nur eine Handvoll GMP-zertifizierter Produzenten weltweit, die aufgrund ihrer geprüften Standards Zugang zur Supply Chain erhalten und damit ihre Produkte in Europa überhaupt absetzen können.

Der Markt für medizinisches Cannabis in Europa wächst rasant und die Qualität, der auf Rezept in Apotheken verkauften, Cannabisprodukte und auch die Auswahl ist im Vergleich zum Genussmittelmarkt in Amerika lachhaft.

Die Preise liegen dagegen 300 Prozent höher. Der Patient wird möglicherweise an den Schwarzmarkt verloren, da er dort im guten Fall die bessere Medizin billiger bekommt. Wenn es schlecht ausgeht, erhält er ein kontaminiertes Kraut, welches ihm mehr schadet als nützt.

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Milliardengeschäft Cannabis Interview mit Ivan Mestrangelo Gründer der MediCrops Holding AG Schweiz Die Medicrops Holding AG ist ein in der Schweiz ansässiges und international tätiges Unternehmen, dessen Tochter MediCrops Ltd. in Mazedonien mit einer eigenen, nach europäischen GMP / GACP und ISO-Standards zertifizierten State-of-the-Art Indoor Farm, pharmazeutisches Cannabis unter staatlich gewährter Lizenz produziert

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