Egbert Prior Bayer: Glyphosat - Ende mit Schrecken?

Gastautor: Egbert Prior
05.02.2020, 11:33  |  7671   |   |   

Mit Bayer läßt sich wieder Geld verdienen! Gegen-über dem Mehrjahrestief im Juni (52,52 Euro) spurtete die Aktie um nahezu 50% auf aktuell 75,30 Euro. Das Allzeithoch – 143 Euro im April 2015 – ist aber immer noch meilenweit entfernt. Das zeigt das Kurspotential, wenn die Prozeßrisiken eingehegt werden können. Wegen des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat hatten zehntausende Anwender Schadensersatzklagen eingereicht. Durch die Übernahme des amerikanischen Saatgutproduzenten Monsanto hatten sich die Leverkusener diese Risiken ans Bein gebunden. Jetzt mehren sich die Hinweise, daß es demnächst zu einem Vergleich kommen könnte. Angeblich sollen die Leverkusener 10 Milliarden Dollar auf den Tresen legen. Zuletzt wurden Prozeßtermine verschoben, möglicherweise um Zeit für weitere Vergleichsverhandlungen zu gewinnen. Nach Informationen von Eingeweihten könnte es zu einem Vergleich schon in einigen Wochen kommen. Eine Steilvorlage für Bayer lieferte die amerikanische Umweltbehörde EPA, die Glyphosat bei sachgemäßem Einsatz als nicht gesundheitsschädlich bezeichnete. Zwar könnten die Leverkusener die im Raum stehende Summe in Höhe von 10 Milliarden Dollar nicht gerade aus der Portokasse zahlen, dennoch aber gut verkraften. Immerhin lag der Kaufpreis für Monsanto bei mit 66 Milliarden Dollar weit höher. Abgesehen von dem Ärger in den USA, ähnelt der DAX-Konzern einer Gelddruckmaschine. Im abgelaufenen Geschäftsjahr dürfte Bayer bei 44 Milliarden Euro Umsatz operativ rund 12 Milliarden verdient haben. Die Marge satte 26%. Börsenwert aktuell 72 Milliarden. Das KGV 15. Moderat. Nach der HV wird eine Dividende in Höhe von schätzungsweise 3 Euro ausgeschüttet. Dividendenrendite ordentliche 4%. Für Phantasie sorgt die Beteiligung des aktivistischen Investors Elliott. Dahinter steht der legendäre Milliardär Paul Singer, der eine Aufspaltung des Konzerns in Agrar und Pharma fordert. Fazit: Bei Glyphosat zeichnet sich ein „Ende mit Schrecken“ ab. Eines Tages könnte sich der Monsanto-Kauf noch auszahlen. Die Aktie hat weiteres Erholungspotential.



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