dpa-AFX Überblick KONJUNKTUR - Die wichtigsten Meldungen vom Wochenende

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
09.02.2020, 20:35  |  146   |   |   

GESAMT-ROUNDUP: Mehr Coronavirus-Tote als durch Sars - Rückkehrer in Berlin

PEKING - Rund 20 Menschen sind aus der schwer vom Coronavirus betroffenen chinesischen Stadt Wuhan zurückgekehrt. Sie landeten am Sonntagmittag auf dem Flughafen Berlin-Tegel. Außenminister Heiko Maas (SPD) äußerte sich nach der Ankunft erleichtert über die Ausreise der Deutschen und ihren Familienangehörigen.

GESAMT-ROUNDUP: Trump rechnet nach Freispruch mit Impeachment-Zeugen ab

WASHINGTON - Nach seinem Freispruch im Amtsenthebungsverfahren hat US-Präsident Donald Trump gegen zwei Schlüsselzeugen in den Ermittlungen zurückgeschlagen. Ein Ukraine-Experte des Nationalen Sicherheitsrats im Weißen Haus, Oberstleutnant Alexander Vindman, und der US-Botschafter bei der EU, Gordon Sondland, wurden am Freitag (Ortszeit) von ihren Aufgaben entbunden. Beide hatten im US-Kongress gegen den Präsidenten ausgesagt, nachdem sie unter Strafandrohung vorgeladen worden waren. Am Samstag verbreitete Trump beißende Kritik an Vindman.

Weniger Touristen aus China - Teilweise deutlicher Rückgang

FRANKFURT - Der Deutschland-Tourismus bekommt die Folgen des Coronavirus inzwischen deutlicher zu spüren. Nach Angaben der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) zeichnet sich in verschiedenen Städten und bei touristischen Sehenswürdigkeiten ein zum Teil klarer Rückgang chinesischer Besucher ab. Peking hat Reisebeschränkungen verhängt, Veranstalterreisen aus dem Land wurden gestoppt. Zudem haben verschiedene Fluggesellschaften ihre Verbindungen von und nach China eingestellt. Die Folgen für den Deutschland-Tourismus lassen sich der DZT zufolge aktuell noch nicht genau beziffern.

ROUNDUP/Frankfurter Bankier: EZB sollte bald raus aus den Negativzinsen

FRANKFURT - Die Europäische Zentralbank (EZB) sollte ihre Strategieüberprüfung nach Ansicht des Bankiers Emmerich Müller zum Einstieg in den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik nutzen. "Ich hoffe, dass wir in absehbarer Zeit zumindest die nominalen Negativzinsen hinter uns lassen. Sobald es die Umstände erlauben, sollte die EZB den Einlagensatz anpassen", sagte der Partner des 1674 gegründeten Frankfurter Bankhauses Metzler der Deutschen Presse-Agentur. "Dass diese Negativzinsen auf Dauer eine erhebliche Auswirkung auf die Stabilität des Finanzsystems haben, ist auch der EZB geläufig."

SPD: Öffentliche Aufträge nur an Unternehmen mit Tarifvertrag

BERLIN - Die SPD macht sich dafür stark, öffentliche Aufträge auch auf Bundesebene nur noch an Unternehmen mit Tarifverträgen zu vergeben. "Wir sind mit in der Verantwortung den Rahmen so zu setzen, dass mehr Tarifverträge zustande kommen", sagte Arbeitsminister Hubertus Heil am Sonntag bei einer Klausurtagung des SPD-Vorstands. In mehreren Bundesländern gebe es schon entsprechende Regelungen, das müsse auch für den Bund gelten. "Das heißt, dass öffentliche Auftragsvergabe mit Steuermitteln nicht benutzt werden soll zur Tarifflucht, sondern zur Stärkung von Tarifbindung", sagte Heil.

Menschen verbrauchen immer mehr Datenvolumen - Festnetzminuten sinken

BONN - Im vergangenen Jahr hat sich die Kommunikation von Menschen weiter in den mobilen Bereich verlagert. Während die übers Festnetz telefonierten Minuten weiter rückläufig waren, schnellte das verbrauchte mobile Datenvolumen in die Höhe. Das zeigen Zahlen der Bundesnetzagentur, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. So wurden in Deutschland insgesamt 2,77 Milliarden Gigabyte im Mobilfunk verbraucht. Ein einzelner Mensch könnte damit beispielsweise mehr als vier Millionen Jahre am Stück Musik streamen. Diese Kurve verläuft seit Jahren steil nach oben, 2018 lag das verbrauchte Datenvolumen noch bei 1,99 Milliarden Gigabyte.

Studie: Valentinstag bringt Einzelhandel gute Geschäfte

BERLIN - Der Valentinstag dürfte dem deutschen Einzelhandel dieses Jahr erneut gute Geschäfte bescheren. Darauf deutet eine repräsentative Umfrage des Instituts für Handelsforschung (IFH) in Köln hin. Knapp 17 Prozent der Verbraucher planen demnach zum "Tag der Verliebten" am 14. Februar gezielte Einkäufe. Am stärksten verbreitet als Valentinstag-Präsente sind Blumen. Aber auch Einladungen zum Essen, Gutscheine sowie Uhren und Schmuck sind beliebte Geschenke.

ROUNDUP: Parlamentswahl in Irland: Sinn Fein mischt politische Landschaft auf

DUBLIN - Bei der Parlamentswahl in Irland hat sich am Wochenende ein deutlicher Umbruch in der politischen Landschaft abgezeichnet. Erste Hochrechnungen am Sonntag bestätigten die Ergebnisse einer Nachwahlbefragung, wonach sich die linksgerichtete Partei Sinn Fein neben den beiden bürgerlichen Parteien Fine Gael und Fianna Fail als führende politische Kraft etablieren konnte. Alle drei Parteien lagen demnach bei rund 22 Prozent. Die Auszählung dauerte am Abend noch an.

US-Strafzölle auf weitere Stahl- und Aluminium-Produkte in Kraft

WASHINGTON - Die USA haben ihre Strafzölle auf Stahl- und Aluminium-Importe aus aller Welt ausgeweitet. Seit Mitternacht am Samstag (Ortszeit/06.00 Uhr MEZ) sind Sonderabgaben auf Produkte wie Stahlnägel, Heftklammern, Draht und Kabel in Kraft. Von den neuen Zöllen auf Stahlprodukte sind Argentinien, Australien, Brasilien, Kanada, Mexiko und Südkorea ausgenommen, von den Abgaben auf Aluminium-Erzeugnisse Argentinien, Australien, Kanada und Mexiko.

USA: Kreditvergabe an Verbraucher steigt stärker als erwartet

WASHINGTON - In den USA ist das Volumen der Verbraucherkredite im Dezember stärker gestiegen als erwartet. Im Vergleich zum Vormonat habe die Kreditvergabe um 15,00 Milliarden US-Dollar zugelegt, teilte die US-Notenbank Fed am Mittwoch in Washington mit. Volkswirte hatten im Mittel einen Zuwachs um 22,06 Milliarden Dollar erwartet. Im Vormonat war das Kreditvolumen um revidiert 11,81 (vorläufig 12,51) Milliarden Dollar gestiegen./fba

VIRUS/US-Notenbank: Corona-Virus 'neues Risiko' für US-Wirtschaft

WASHINGTON - Die US-Notenbank Fed hat vor negativen Folgen der starken Verbreitung des Corona-Virus für die konjunkturelle Entwicklung in den USA gewarnt. Die neuartige Lungenkrankheit stelle ein "neues Risiko" dar, hieß es in einem am Freitag in Washington veröffentlichten halbjährlichen Bericht der Notenbank an den US-Kongress. Die Währungshüter wiesen auf mögliche Störungen des Welthandels hin.

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